Mehr Tote, mehr E-Scooter-Unfälle: Verkehrstrends 2025 im Südwesten alarmieren
Harry GirschnerMehr Tote, mehr E-Scooter-Unfälle: Verkehrstrends 2025 im Südwesten alarmieren
Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ravensburg zeigen 2025 gemischte Entwicklungen
Während die Gesamtzahl der Unfälle im Jahr 2025 leicht zurückging, stiegen bestimmte Unfallarten deutlich an. Die Zahl der Verkehrstoten nahm zu, und besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und E-Scooter-Fahrer waren höheren Risiken ausgesetzt – vor allem, wenn Alkohol im Spiel war.
Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in den Landkreisen Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis sank 2025 um nur 0,5 Prozent auf 17.987. Trotz dieses geringfügigen Rückgangs verschärfte sich die Schwere einiger Unfälle. Die Zahl der Verkehrstoten stieg von 23 auf 31 – die Behörden betonen, dass jeder Todesfall inakzeptabel bleibt.
Schwerverletzte erreichten hingegen mit 375 einen historischen Tiefstand, was einem Rückgang von fast 13 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Seit 2016 hat sich diese Zahl fast halbiert (von 681 auf 375). Gleichzeitig stiegen leichte Verletzungen um 12,4 Prozent, sodass die Gesamtzahl der Unfälle mit Personenschaden um 9,6 Prozent zunahm.
Besorgniserregend sind die Entwicklungen bei bestimmten Gruppen: Ältere Menschen waren 7,4 Prozent häufiger in Unfälle mit Verletzungen verwickelt. Motorradfahrer verzeichneten einen Anstieg der Verletzungsunfälle um 11,3 Prozent, wobei überhöhte Geschwindigkeit die Hauptursache war. Fahrradunfälle erreichten mit einem Plus von 11,8 Prozent einen neuen Höchststand, und leichte Verletzungen in diesem Bereich stiegen sogar um 18,2 Prozent. Alkohol spielte dabei eine zentrale Rolle und war bei rund 54 Prozent aller Fahrradunfälle ein Faktor.
Auch E-Scooter-Unfälle nahmen dramatisch zu – um fast 50 Prozent im Vergleich zu 2024. Auch hier war Alkohol ein Hauptauslöser.
Der Verkehrsunfallbericht 2025 zeigt sowohl Fortschritte als auch anhaltende Gefahren im Straßenverkehr. Zwar sank die Zahl der Schwerverletzten auf den niedrigsten Stand seit Jahren, doch die Zahl der Getöteten, der Leichtverletzten und der Unfälle mit gefährdeten Verkehrsteilnehmern stieg. Alkohol bleibt ein entscheidendes Risiko, insbesondere für Radfahrer und E-Scooter-Fahrer. Die Behörden beobachten die Entwicklungen weiterhin genau, um die Verkehrssicherheit zu verbessern.






