15 March 2026, 06:21

Markgräflerland bekommt neues Nahverkehrsnetz mit dichteren Takten bis 2026

Eine belebte Stadtstraße mit Autos, Bussen, Fußgängern, Gebäuden, Strommasten, einer Brücke, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Markgräflerland bekommt neues Nahverkehrsnetz mit dichteren Takten bis 2026

Landkreis Lörrach plant Umstrukturierung des Nahverkehrsnetzes im Markgräflerland

Der Landkreis Lörrach steht vor einer grundlegenden Reform seines öffentlichen Nahverkehrs im Markgräflerland. Die geplante Neugestaltung verspricht dichtere Takte, neue Linien und bessere Anbindungen an Basel. Die endgültige Entscheidung über die Pläne fällt der Kreistag im März 2023.

Das überarbeitete System sieht unter anderem einen Stundentakt auf der Linie 255 von Montag bis Freitag vor. Davon profitieren die Verbindungen zwischen Efringen-Kirchen, Eimeldingen, Rümmingen und Lörrach. Die Linien 200 und 265 werden künftig bis zum Basler Claraplatz verlängert, während die Linie 200 eine geänderte Route durch das Zentrum von Weil am Rhein nimmt.

Ziel des Landkreises ist es, das Netz zu vereinfachen, Umstiege zu erleichtern und den Schülerverkehr besser in den regulären Fahrplan zu integrieren. Bis Dezember 2026 sollen zudem alle Fahrzeuge mit automatischen Fahrgastzählsystemen ausgestattet werden. Den Zuschlag für das neue Linienbündel soll voraussichtlich ein Konsortium aus der Regio Verkehrsgesellschaft Oberrhein und der SWEG Bus erhalten.

Der Start des neuen Nahverkehrskonzepts ist für den 13. Dezember 2026 vorgesehen, zunächst mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Die geschätzten Kosten liegen bei 4,45 Euro pro gefahrenem Kilometer, wofür der Landkreis Lörrach im Jahr 2027 voraussichtlich rund 4,261 Millionen Euro an Zuschüssen aufbringen muss.

Am 18. März 2023 stimmt der Kreistag über den aktualisierten Nahverkehrsplan und den Vertrag ab. Bei einer Zustimmung treten die Änderungen Ende 2026 in Kraft. Das neue Netz soll vor allem auf Taktung, Vernetzung und eine bessere Anbindung an das Basler Verkehrsnetz setzen.

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