Mainzer Traditionspause: Die Allerscheenste setzt 2025 aus – doch ein Comeback ist geplant
Enrico HerrmannMainzer Traditionspause: Die Allerscheenste setzt 2025 aus – doch ein Comeback ist geplant
Die Allerscheenste, eine traditionsreiche Mainzer Karnevalsgesellschaft, setzt ihre Sitzungen 2025 aus. Nach Jahrzehnten des Brauchtums nannte die Gruppe den Mangel an jüngeren, aktiven Mitgliedern als Grund. Doch bereits jetzt laufen Pläne, die Treffen bis 2027 unter neuer Führung wiederzubeleben.
Die Allerscheenste, vor Jahrzehnten gegründet, ist seit jeher eine Säule des Mainzer Karnevals. Ihre Sitzungen finden im rustikalen Gewölbe der Augustinerstraße statt, wo die Redner unentgeltlich auftreten. Zudem verleiht die Gesellschaft jährlich den Aller-Allerscheenste-Preis an verdiente Persönlichkeiten der lokalen Fastnachtszene.
14 Jahre lang führte Karin Junker, eine gebürtige Mainzerin aus der Gaugasse, die Gruppe. Ihr Engagement hielt den traditionellen Kneipenkarneval am Leben und stärkte den Zusammenhalt der Mitglieder. Doch mit einem Durchschnittsalter von über 70 Jahren gelang es der Gesellschaft zunehmend schwerer, Nachwuchs zu gewinnen.
Holger Bartz, der 2019 beitrat, hat nun den Vorsitz übernommen. Er will den ursprünglichen Geist der Allerscheenste bewahren und zeigt sich zuversichtlich, dass die Gesellschaft zurückkehren wird. Die Mitgliedschaft steht allen offen, die bereit sind, an den regelmäßigen Treffen teilzunehmen – alle drei Wochen im Augustinerkeller der Altstadt. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 1,11 Euro pro Monat.
Während die Rückkehr für 2027 geplant ist, gibt es noch keine Details, welcher Veranstalter den offiziellen Neuanfang begleiten wird.
Die Sitzungen der Allerscheenste pausieren 2025 vorerst, bevor zwei Jahre später ein Comeback angestrebt wird. Die Zukunft der Gesellschaft hängt davon ab, neue Mitglieder zu gewinnen, die ihre Traditionen weitertragen. Bis dahin liegt der Fokus darauf, die authentische Kneipenkarnevalskultur zu bewahren, die die Gruppe seit Generationen prägt.