31 December 2025, 16:51

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport

Eine Ausstellung mit einem Tisch, auf dem verschiedene Landesflaggen, eine Kiste, Papiere und ein Banner liegen, eine Kugel links daneben, eine Mitteilungstafel rechts daneben und mehrere Tische und Stühle im Hintergrund.

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport

In den letzten Monaten sind mehrere prägende Persönlichkeiten aus Mainz und der Region verstorben. Ihr Wirken umfasste Politik, Kultur, Sport und Gesundheitswesen – jeder von ihnen hinterlässt eine bleibende Spur in ihrem jeweiligen Bereich.

In der Politik verlor Deutschland mit Bernhard Vogel eine Schlüsselfigur der Nachkriegszeit. Der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz (1976–1988) und später Thüringens (1992–2003) starb im Alter von 92 Jahren. Ein weiterer Verlust war Herbert Mertin, ehemaliger Justizminister von Rheinland-Pfalz und FDP-Politiker, der mit 66 Jahren verstarb. Er hatte das Amt in zwei Amtszeiten inne, zunächst von 1999 bis 2006 und erneut von 2016 bis 2022.

Auch die Mainzer Kulturszene wurde von schweren Verlusten getroffen. Elisabeth Klöver, langjährige Leiterin des MCV-Hofballetts, starb mit 85 Jahren – nach Jahrzehnten, in denen sie die Karnevalstraditionen der Stadt prägte. Dieter Wenger, der leitende Wagenbauer des Mainzer Karnevalsvereins, verstarb mit 84 Jahren. Über 60 Jahre lang gestaltete er die ikonischen Motivwagen für den Rosenmontagszug. Barbara Rupp, die von 1983 bis 2008 den Förderverein des Mainzer Unterhaus leitete, hinterließ nach ihrem Tod ein kulturell neu ausgerichtetes Haus. Im Sport erschütterte der Tod von Holger Bernhardt die Fußballwelt: Der ehemalige Torwart des 1. FSV Mainz 05 kam bei einem Verkehrsunfall in Basel ums Leben – erst 52 Jahre alt. Weitere Verluste betrafen Dr. Thomas Flohr, einen angesehenen Onkologen am Mainzer Zentrum für Hämatologie und Onkologie, der mit 57 Jahren starb. Er war für sein Engagement in der Krebstherapie bekannt. Ekkehardt Gahntz, ein erfahrener ZDF-Nachrichtenjournalist, verstarb mit 79 Jahren nach mehr als 25 Jahren im Rundfunk. Marita Boos-Waidosch, die langjährige Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz, die von 1993 bis 2018 für Barrierefreiheit und Inklusion kämpfte, ist ebenfalls verstorben. Zudem starb Ulf Glasenhardt, Veranstaltungskoordinator im Kulturclub Schon Schön, unerwartet – er war erst 2022 zum Team gestoßen.

Das Ableben dieser Persönlichkeiten markiert das Ende einflussreicher Karrieren in Politik, Kultur, Sport und Medizin. Ihr Schaffen hat Institutionen, Traditionen und Gemeinschaften in Mainz und darüber hinaus geprägt. Für das Jahr 2025 wurden keine weiteren prominenten Todesfälle aus den Kultur- oder Sportbereichen der Stadt gemeldet.