09 February 2026, 22:39

"Mainz bleibt Mainz" setzt 2024 auf Tradition und historische Frauenpremiere

Ein Blatt mit der Überschrift "Carnivals Parisiens par Louis Morin" in fetter Schrift, das farbenfrohe Illustrationen von Menschen in bunten Kostümen und Masken bei einer lebhaften Karnevalsszene zeigt.

"Mainz bleibt Mainz" setzt 2024 auf Tradition und historische Frauenpremiere

Die 71. Ausgabe von "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" verspricht frischen Schwung auf die Bühne zu bringen. Die diesjährige Show verbindet bewährte Traditionen mit mutigen Neuerungen – darunter ein historischer Meilenstein für Frauen in einer Schlüsselrolle. Nach dem Zuschauerrückgang im vergangenen Jahr setzen die Veranstalter auf eine Wiederbelebung mit neuem Talent und bekannten Gesichtern.

Der Sender ZDF würzt das ikonische Karnevalsereignis mit einer Mischung aus Erfahrung und Jugend. Veteranen wie Jürgen Wiesmann, der sein 25-jähriges Jubiläum als "Ernst Lustig" feiert, und die Mainzer Hofsänger, die ihr 100-jähriges Bestehen begehen, teilen sich die Bühne mit aufstrebenden Künstlern. Gleichzeitig verabschiedet sich Hansi Greb, der beliebte "Hobbes", nach Jahrzehnten im Rampenlicht.

Politische Satire bleibt scharf: Florian Sitte als "Till", Johannes Bersch als "Moguntia" und Thomas Becker als "Zeitgeist" bereichern das Programm. Chrissy Grom schreibt Geschichte als erste Frau im Amt der Protokollführerin und durchbricht damit die lange männlich dominierte Tradition der Show. Ihr karnevalistischer Jahresrückblick im vergangenen Jahr sorgte mit frechen Seitenhieben auf Berlins politische Pannen für Lacher und stehende Ovationen.

Die Musik bleibt weitgehend in Männerhand – mit Auftritten von Oliver Mager, DobbelBock, Marvin Hollederer und Thomas Neger. Doch junge Bands wie "Handkäse" versprechen energiegeladene Auftritte und unterstreichen den dynamischen Wandel der Show. Andreas Schmitt, trotz seiner Rolle als SPD-Bürgermeisterkandidat in Nieder-Olm, kehrt als Sitzungspräsident zurück und wird die Veranstaltung als "Obermessdiener" beschließen.

Das überarbeitete "Mainz bleibt Mainz" will nach dem historischen Zuschauer-Tief von nur 3,85 Millionen im vergangenen Jahr wieder mehr Zuschauer gewinnen. Mit stärkerem Fokus auf neue Stimmen und bewährte Lieblinge setzt die Show ein Zeichen für einen Neuanfang. Die Mischung aus Satire, Musik und historischen Premieren verspricht einen unvergesslichen Abend.