05 February 2026, 02:29

Luitgard Wiggenhauser verlässt die Justiz nach 36 prägenden Jahren am Gericht

Ein Mann in schwarzer Robe, weißem Hemd und schwarzer Krawatte steht vor einer goldenen und cremefarbenen Wand, dargestellt als "Der Richter des Jahres".

Luitgard Wiggenhauser verlässt die Justiz nach 36 prägenden Jahren am Gericht

Luitgard Wiggenhauser ist nach einer langen und einflussreichen Karriere in der Justiz Baden-Württembergs in den Ruhestand getreten. Ihr Wirken umfasste mehr als 36 Jahre, in denen sie Schlüsselfunktionen an verschiedenen Gerichten innehatte – zuletzt als Präsidentin des Landgerichts Ravensburg.

Ihre juristische Laufbahn begann Wiggenhauser 1987 als Richterin am Amtsgericht Ravensburg. Bereits 1989 wechselte sie an das Landgericht Ravensburg, wo sie im Laufe der Zeit zunehmend verantwortungsvollere Aufgaben übernahm.

2004 wurde sie zur Vorsitzenden Richterin einer Zivilkammer am selben Gericht ernannt. In dieser Zeit leitete sie zudem das Ausbildungsprogramm für Rechtsreferendare. Zwei Jahre später, 2006, stieg sie zur Direktorin des Amtsgerichts Biberach auf – ein weiterer Meilenstein in ihrer Karriere.

Ihr Aufstieg setzte sich fort: 2011 übernahm sie das Amt der Präsidentin des Landgerichts Hechingen. Ein Jahrzehnt später, 2021, wechselte sie als Vizepräsidentin an das Oberlandesgericht Stuttgart und führte das Gericht später kommissarisch. Schließlich wurde sie 2023 zur Präsidentin des Landgerichts Ravensburg berufen.

Anlässlich ihres Abschieds würdigten Marion Gentges, Justizministerin und Ministerin für Migration, sowie Elmar Steinbacher, Amtschef im Ministerium, ihre Verdienste. Gentges hob Wiggenhausers herausragende fachliche Kompetenz, ihre starke Führungsqualität und ihre Fähigkeit hervor, Kolleginnen und Kollegen über Jahrzehnte zu motivieren.

Mit ihrem Ausscheiden endet eine herausragende juristische Karriere. Wiggenhauser bekleidete bedeutende Positionen in der baden-württembergischen Justiz und hinterlässt bleibende Spuren im Rechtssystem der Region. Besonders gewürdigt wurden ihr Engagement in der Ausbildung des juristischen Nachwuchses sowie ihre Führungsrollen von Kollegen und Weggefährten.