Lörrach baut Ganztagsbetreuung an Grundschulen massiv aus – über 400 Quadratmeter neu
H.-Dieter ReuterLörrach baut Ganztagsbetreuung an Grundschulen massiv aus – über 400 Quadratmeter neu
Lörrach erweitert Ganztagsbetreuung an Grundschulen, um steigende Nachfrage zu decken
Die Stadt Lörrach erweitert ihr Angebot an ganztägiger Kinderbetreuung an Grundschulen, um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden. In Zusammenarbeit mit lokalen Trägern entstehen zusätzliche Plätze, die Familien flexible und bezahlbare Betreuungsmöglichkeiten bieten. Neue Räumlichkeiten an zwei Schulen schaffen über 400 Quadratmeter zusätzlichen Raum für die Nachmittagsbetreuung.
Ab dem neuen Schuljahr nutzt die Astrid-Lindgren-Schule das evangelische Gemeindezentrum für die Betreuung nach Unterrichtsschluss. Die Einrichtung bietet 210 Quadratmeter Fläche, darunter eine Küche für die Mittagsverpflegung. Die Eichendorff-Schule verfügt bereits über ähnliche Betreuungsangebote in den Räumen der Villa Jugendkirche und der Friedensgemeinde, die ebenfalls 210 Quadratmeter umfassen.
Die Stadt arbeitet mit Partnern wie dem SAK e.V., der Evangelischen Kirche Hauingen und der Villa Jugendkirche zusammen, um die Betreuung umzusetzen. Die Finanzierung wird je zu einem Drittel vom Land, der Stadt und den Eltern getragen, wobei die elterlichen Beiträge einkommensabhängig gestaffelt sind. Dieses Modell soll die Kosten für einkommensschwächere Familien senken.
An elf Grundschulen wird die Betreuung werktags von 7 bis 17 Uhr angeboten. Zwar wurden die Kapazitäten – insbesondere an der Eichendorff- und der Astrid-Lindgren-Schule – ausgebaut, doch Bürgermeister Jörg Lutz weist auf die finanziellen und organisatorischen Herausforderungen bei der Umsetzung des bundesweiten Ganztagsförderungsgesetzes (GaFöG) hin. Trotz dieser Hürden bleibt die Stadt entschlossen, verlässliche und faire Betreuungslösungen anzubieten.
Der Ausbau erhöht nicht nur die Betreuungskapazitäten, sondern basiert auch auf der Zusammenarbeit mit kirchlichen und gemeinnützigen Trägern. Eltern zahlen weiterhin einkommensabhängige Gebühren, während Stadt und Land die verbleibenden Kosten teilen. Die Maßnahmen spiegeln Lörrachs kontinuierliche Bemühungen wider, Nachfrage und nachhaltige Finanzierung in Einklang zu bringen.