Lisa Müllers Comeback beim Grand Prix in Stuttgart mit Hengst Mondrian
Paula GumprichLisa Müllers zweiter Anlauf zur Dressurreit-Weltmeisterschaft - Lisa Müllers Comeback beim Grand Prix in Stuttgart mit Hengst Mondrian
Dressurreiterin Lisa Müller startet diese Woche beim Grand Prix in Stuttgart – mit dem zehnjährigen Hengst Mondrian im Sattel. Ihre Rückkehr auf die große Bühne folgt auf eine beeindruckende Aufholjagd nach einer schwierigen Phase, die zuletzt durch Siege bei den Bayerischen Meisterschaften und internationalen Wettbewerben gekrönt wurde.
Vor sechs Jahren sorgte Müller erstmals für Schlagzeilen, als sie den Grand Prix der Master Tour in Stuttgart gewann. Dieser Erfolg ebnete ihr den Weg in den Förderungskader des deutschen Teams. Nationaltrainerin Monica Theodorescu lobt seither ihr Talent und ihre starken Pferde, doch der Sprung in die absolute Weltspitze bleibt eine Herausforderung.
Ein Rückschlag folgte, als sie in den millionenschweren Hengst D’Avie investierte, der die Erwartungen nicht erfüllte. Doch Müller kämpfte sich zurück: Mittlerweile besitzt sie fünf Grand-Prix-Pferde, von denen jedes in der Lage ist, über 70 Prozent zu erreichen. Drei der Pferde hat sie selbst ausgebildet – unterstützt von ihrem Heimtrainer Götz Brinkmann und Isabell Werth. Zu ihren jüngsten Erfolgen zählen die Titel bei den Bayerischen Meisterschaften 2024 und 2025 sowie zwei internationale Grand-Prix-Siege mit ihrem Pferd Zonik. Bei einem dieser Turniere überflügelte sie sogar ihre eigene Trainerin, Isabell Werth.
Der dieswöchige Grand Prix in Stuttgart wird mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt – nicht zuletzt wegen ihres prominenten Ehemanns, Fußballstar Thomas Müller. Müllers Auftritt wird zeigen, wie weit sie nach Jahren der Höhen und Tiefen gekommen ist. Mit einer Reihe hochklassiger Pferde und aktuellen Erfolgen will sie ihren Platz unter den besten Dressurreiterinnen Deutschlands festigen. Gleichzeitig wird sich erweisen, ob sich ihr Trainingsansatz weiterhin auszahlt.