24 January 2026, 06:18

Lessing-Tage 2026: Thalia Theater Hamburg feiert Postpopulismus mit internationalem Programm

Eine Gruppe von Menschen auf einer Bühne in einem halben Kreis um ein zentrales Podium mit Mikrofon, flankiert von Flaggen, mit einem Bildschirm im Hintergrund, der Text und Bilder anzeigt, während einer Pressekonferenz der Europäischen Union.

Lessing-Tage 2026: Theaterfestival mit politischem Fokus - Lessing-Tage 2026: Thalia Theater Hamburg feiert Postpopulismus mit internationalem Programm

Lessing-Tage im Hamburger Thalia Theater vom 31. Januar bis 15. Februar 2026

Vom 31. Januar bis zum 15. Februar 2026 findet im Hamburger Thalia Theater das Lessing-Tage-Festival statt. Die Veranstaltung vereint internationales Theater, interaktive Performances und Diskussionsformate unter dem Motto „Postpopulismus“.

Den Auftakt bildet ein eindrucksvoller Gastauftritt aus Polen: „Mütter: Ein Lied für Kriegszeiten“, inszeniert von Marta Górnicka, präsentiert einen Chor aus Frauen aus der Ukraine, Belarus und Polen. Ein weiterer Höhepunkt ist „Angriff auf das Nationaltheater Stary“ unter der Regie von Jakub Skrzywanek vom Krakauer Stary-Teater.

Ein Scheinprozess mit dem Titel „Prozess gegen Deutschland“ wird die Frage debattieren, ob die rechtspopulistische AfD verboten werden sollte. Der von dem Schweizer Filmemacher Milo Rau inszenierte Prozess wird mit echten Expert:innen geführt und live auf der Website des Thalia Theaters übertragen. Parallel dazu widmet sich ein von Julia Roth und Olga Drygas kuratiertes Symposium in Vorträgen und Debatten dem Thema Postpopulismus. Zudem entsteht mit „Inhabilia“ ein künstlerischer Treffpunkt, in dem Studierende der Düsseldorfer Kunstakademie die Foyers des Thalia Theaters für gemeinsame Mahlzeiten, Tanz und Gespräche übernehmen.

Insgesamt werden zehn Produktionen aus Japan, Polen und dem deutschsprachigen Raum gezeigt. Das von Matthias Lilienthal kuratierte Programm verbindet neue Werke mit interaktiven Formaten.

Über zwei Wochen hinweg bietet das Festival Theater, Diskussionen und partizipative Veranstaltungen. Das Publikum kann vor Ort teilnehmen oder den Scheinprozess online verfolgen. Ziel ist es, politische und künstlerische Fragen rund um den Postpopulismus aufzugreifen und zu diskutieren.