Laserangriff auf Lokführer: Jugendliche blenden Zugführer in Ludwigsburg
Enrico HerrmannLaserangriff auf Lokführer: Jugendliche blenden Zugführer in Ludwigsburg
Laserpointer blendet Lokführer am Bahnhof Ludwigsburg – Jugendliche flüchtig
Am Samstagabend wurde ein Zugführer am Bahnhof Ludwigsburg vorübergehend durch einen Laserpointer geblendet. Bei dem Vorfall, der nun ermittelt wird, war eine Gruppe Jugendlicher beteiligt, die sich anschließend von der Örtlichkeit entfernte. Die Behörden stufen den Fall als gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr ein.
Der 26-jährige Lokführer erlitt einen plötzlichen Sehverlust, nachdem ein grüner Laserstrahl auf den Zug gerichtet worden war. Der Angriff zwang den Zug, kurz darauf am Gleis 1 zum Stehen zu kommen. Augenzeugen berichteten von vier Jugendlichen, die in unbekannter Richtung flohen.
Ein Verdächtiger trug eine auffällige Baseballkappe und eine Umhängetasche der Marke Gucci. Ein weiterer war in eine schwarze Jacke mit gelben Streifen gekleidet. Die Bundespolizeiinspektion Stuttgart bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
In den vergangenen Jahren haben Laserangriffe auf Verkehrsmittel zugenommen. Zwischen 2021 und 2025 wurden in Deutschland rund 1.200 solche Vorfälle registriert. Die meisten ereigneten sich an großen Flughäfen wie Frankfurt (300 Fälle) und München (200 Fälle), doch auch Bahnstrecken in Nordrhein-Westfalen und Bayern waren betroffen.
Die Bundespolizei ermittelt nun wegen des Vorfalls in Ludwigsburg. Gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr haben schwerwiegende rechtliche Konsequenzen. Die Behörden warnen weiterhin vor den Risiken von Laserpointern in der Nähe von Verkehrswegen.