Landshut schafft barrierefreie Kultur für alle – das ganze Jahr über
H.-Dieter ReuterLandshut schafft barrierefreie Kultur für alle – das ganze Jahr über
Inklusionsnetzwerk des Landkreises Landshut plant barrierefreie Kultur für alle
Bei einem jüngsten Treffen des Inklusionsnetzwerks des Landkreises Landshut stand die bessere Zugänglichkeit von Kulturveranstaltungen für alle Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt. Im Landratsamt kamen engagierte Teilnehmer zusammen, die Hindernisse im lokalen Kunst- und Kulturleben abbauen wollen. Ihr Ziel ist klar: Menschen mit und ohne Behinderung sollen gleichberechtigt am kulturellen Leben teilhaben können.
Das Netzwerk beschloss, sich von einer einmaligen jährlichen Aktionswoche zu verabschieden. Stattdessen sollen inklusive Veranstaltungen künftig das ganze Jahr über stattfinden. Geplant ist unter anderem, bestehende Formate wie Kurzfilmfestivals, Lesungen und Konzerte so anzupassen, dass sie in vollständig barrierefreien Räumlichkeiten durchgeführt werden können.
Als mögliche Veranstaltungsorte wurden Schulen, Seniorenzentren, Rathaussäle, Dorfbühnen und sogar die Sparkassenarena vorgeschlagen. Zudem diskutierte die Gruppe über passende Slogans zur Bewerbung der Initiative – etwa "Bühne offen für Vielfalt" oder "Kultur ohne Barrieren".
Die Behindertenbeauftragte Linda Pilz betonte, wie wichtig kulturelle Teilhabe für alle ist – unabhängig von Behinderung oder persönlichen Lebensumständen. Ein Teilnehmer merkte an, dass jeder Schritt hin zu einer offeneren Kulturszene den Zusammenhalt in der Gemeinschaft stärkt.
Zu den bereits feststehenden Terminen gehören ein Community-Tanzworkshop am 15. und 16. November 2025 sowie ein inklusiver Kochabend am 28. November 2025. Für den 22. Mai 2026 ist ein Konzert mit Lesung zum Thema Demenz geplant, gefolgt von einem Auftritt des Komikers Martin Fromme am 25. September 2026.
Mit den neuen Plänen will das Netzwerk eine Kulturlandschaft schaffen, in der sich jeder willkommen fühlt. Durch die Verteilung der Veranstaltungen über das ganze Jahr und die Wahl barrierefreier Orte hoffen die Organisatoren, ein breiteres Publikum zu erreichen. Die ersten Initiativen starten noch 2025.






