Klimaschutz in Emmendingen: Wie Bürgerinitiativen gemeinsam die Wärmewende vorantreiben
Paula GumprichKlimaschutz in Emmendingen: Wie Bürgerinitiativen gemeinsam die Wärmewende vorantreiben
Vernetzungstreffen für lokale Klimaschutzinitiativen im Emmendingen Rathaus
Diese Woche fand im Alten Rathaus von Emmendingen ein Vernetzungstreffen für lokale Klimaschutzgruppen statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Grünen-Politiker Rüdiger Tonojan, der damit Akteure aus dem gesamten Landkreis zusammenbrachte. Die Teilnehmer stellten ihre Projekte vor und diskutierten Möglichkeiten, wie bürgerschaftliches Engagement für den Klimaschutz gestärkt werden kann.
Vertreter aus Herbolzheim, Malterdingen, Denzlingen, Sexau, Waldkirch und Simonswald präsentierten ihre Arbeit auf einem "Markt der Möglichkeiten". Gezeigt wurden unter anderem Initiativen zur Wärmewende, Baumpflanzaktionen, Balkon-Solaranlagen und Pflanzentauschbörsen. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und Wege zu finden, sich selbst einzubringen.
Auch Professor Dirk Schindler von der Universität Freiburg war vor Ort – begleitet von Studierenden, die sich mit Best-Practice-Beispielen für kommunalen Klimaschutz beschäftigen. Als Mitglied des Expertenrats für Klimafragen Baden-Württembergs skizzierte er die aktuellen Schwerpunkte des Gremiums. Schindlers Anwesenheit unterstrich die Verbindung zwischen wissenschaftlicher Forschung und lokalem Aktivismus. Tonojan bedankte sich bei den Teilnehmenden für ihr Engagement und bezeichnete den Klimaschutz als die drängendste Herausforderung unserer Zeit. Er betonte, dass echter Wandel bei engagierten Bürgern vor Ort beginnt.
Ziel der Veranstaltung war es, die Zusammenarbeit zwischen den Gruppen zu intensivieren und die Sichtbarkeit von Basis-Klimaschutzarbeit zu erhöhen. Durch die Vorstellung konkreter Projekte sollten mehr Einwohner motiviert werden, sich zu beteiligen. Künftige Kooperationen zwischen den Initiativen könnten die Wirkung im gesamten Landkreis verstärken.