25 January 2026, 14:24

Kleiner Störfall im stillgelegten Atomkraftwerk Neckarwestheim ohne Gefährdung

Ein altes Aktienzertifikat der Deutschen Regierung Bern-Schwarzenburg-Bahn, das Text und eine Illustration eines Zuges enthält.

Kleiner Störfall im stillgelegten Atomkraftwerk Neckarwestheim ohne Gefährdung

Kleinere Störung bei Routineinspektion im stillgelegten Atomkraftwerk Neckarwestheim

Bei einer Routineprüfung im stillgelegten Atomkraftwerk Neckarwestheim kam es am 23. Oktober 2025 zu einem kleineren Vorfall. Betroffen war ein Notdieselgenerator, doch es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Personal oder die Umwelt. Die Behörden stuften das Ereignis nach den Kernsicherheitsvorschriften als meldepflichtiges, aber geringfügiges Vorkommnis ein.

Der Vorfall ereignete sich in Block II des Kraftwerks, der seit April 2023 endgültig abgeschaltet ist. Während des Tests fiel eine Kühlpumpe des Dieselmotors aufgrund eines falsch angeschlossenen Steckers aus, woraufhin sich der Generator automatisch abschaltete.

Das Reaktorschutzsystem reagierte umgehend und schaltete einen Ersatz-Notdieselgenerator für die Speisewasserversorgung auf einem separaten Stromnetz zu. Spätere Untersuchungen ergaben, dass der Fehler auf eine fehlende elektrische Verbindung zurückging, die ausschließlich für die Inspektion erforderlich war. Die übrigen Notdieselaggregate blieben funktionsfähig und sicherten so die durchgehende Kühlung des Brennelementlagerbeckens. Der Betreiber analysierte die Störung, behob das Problem und führte die Prüfung erfolgreich zu Ende. Die atomrechtliche Genehmigungsbehörde bei der Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt ist für die Entgegennahme solcher Meldungen nach dem Atomgesetz zuständig und bearbeitet unter anderem Genehmigungen sowie Umweltverträglichkeitsprüfungen für kerntechnische Anlagen wie den Forschungsreaktor BER II.

Der Vorfall wurde in die Meldekategorie N mit der INES-Stufe 0 eingestuft, was bedeutet, dass er keine sicherheitstechnische Bedeutung hatte. Es gab keine Auswirkungen auf Personal oder Umwelt. Dank des stillgelegten Status der Anlage und der vorhandenen Redundanzsysteme blieb der Vorfall ohne nennenswerte Folgen.