Katholische Unternehmer fordern radikale Bahn-Reform – inklusive Privatisierung der Deutschen Bahn
Paula GumprichKatholische Unternehmer fordern radikale Bahn-Reform – inklusive Privatisierung der Deutschen Bahn
Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) fordert tiefgreifende Reformen im deutschen Schienenverkehr. Langfristige Strukturveränderungen, einschließlich einer Privatisierung der Deutschen Bahn, seien notwendig, um Leistung und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, argumentiert der Verband. Als zentrale Probleme nennt er anhaltende Verspätungen, Kostenexplosionen und veraltete Technik.
BKU-Bundesvorsitzender Martin Nebeling kritisierte die staatliche Führung der Bahn scharf. Ineffizienz und mangelnder unternehmerischer Antrieb seien die größten Hindernisse, so Nebeling. Als Beispiele für gravierende Fehlentwicklungen führte der Verband das Projekt Stuttgart 21 sowie den jüngsten bundesweiten Bahnstillstand an – beides Belege für Planungsmängel und technische Schwächen.
Thomas Tietz, Leiter der BKU-Arbeitsgruppe Energie und Nachhaltigkeit, betonte die Dringlichkeit einer zuverlässigen, leistungsfähigen Schieneninfrastruktur. Der Verband schlug vor, dass der deutsche Mittelstand mit innovativen Technologien Effizienz, Sicherheit und Kapazitäten verbessern könnte. Als erfolgreiche Vorbilder für Privatisierungen nannte der BKU ehemalige Staatsbetriebe wie die Deutsche Telekom, die DHL Group und die Lufthansa.
Der BKU ist überzeugt, dass eine Privatisierung der Deutschen Bahn die aktuellen Leistungsdefizite und Führungsmängel beheben würde. Zudem ließen sich so Sicherheitsrisiken verringern, die mit veralteten Systemen verbunden seien. Durch die Einbindung privater Akteure könnte das deutsche Schienennetz modernisiert und gestärkt werden, so der Verband.
