09 February 2026, 15:04

Katholische Bistümer in Deutschland kämpfen mit sinkenden Kirchensteuereinnahmen und drastischen Sparplänen

Die Königin-Parish-Kirche in Manila, Philippinen, mit einem Namensschild an der Wand, einem Metallzaun, einem Tor, einer Straßenlaterne, einigen Pflanzen mit Blumen, einem Baum, einigen Drähten und einem bewölkten Himmel.

Druck auf die Kirche - Diözese kürzt erneut Mittel - Katholische Bistümer in Deutschland kämpfen mit sinkenden Kirchensteuereinnahmen und drastischen Sparplänen

Katholische Bistümer in Deutschland kämpfen mit wachsender finanzieller Belastung, da die Einnahmen aus der Kirchensteuer zurückgehen. Rückläufige Mitgliederzahlen, demografische Verschiebungen und die wirtschaftliche Schwäche zwingen Diözesen wie Rottenburg-Stuttgart, Trier, Essen und Köln zu Sparmaßnahmen. Einige planen nun tiefgreifende Reformen, um künftige Haushaltslücken zu vermeiden.

Das Bistum Rottenburg-Stuttgart verzeichnet einen deutlichen Rückgang der Kirchensteuereinnahmen und muss daher die Zuweisungen für die Pfarrgemeinden kürzen. Bis 2026 sollen die Mittel von 183 Millionen auf 167 Millionen Euro sinken. Noch vor kurzem war man von stabilen Einnahmen in Höhe von 280 bis 290 Millionen Euro ausgegangen – doch die aktuellen Prognosen deuten auf einen weiteren Rückgang auf 246 Millionen Euro bis 2027 hin.

Um die Krise zu bewältigen, hat das Bistum das Projekt "Kirche der Zukunft" gestartet. Dazu gehören die Reduzierung des Gebäudebestands um 30 Prozent, der Ausbau digitaler Angebote und die mögliche Zusammenlegung von über 1.000 Pfarreien zu nur noch 50 bis 80 größeren Einheiten. Zudem plant die Diözesanverwaltung, die Sach- und Personalkosten bis 2030 um 10 Prozent zu senken – Entlassungen sollen jedoch vermieden werden, da ein Großteil der Belegschaft kurz vor dem Ruhestand steht.

Auch andere Bistümer ergreifen ähnliche Maßnahmen. Trier rechnet mit einem Defizit von 5,7 Millionen Euro und greift auf Rücklagen zurück, während Köln einen langfristigen "Wirtschaftsrahmenplan 2030" eingeführt hat. Ohne diese Schritte warnen Verantwortliche vor noch drastischeren Kürzungen ab 2027.

Die finanziellen Herausforderungen spiegeln die grundlegenden Probleme der katholischen Kirche in Deutschland wider. Angesicht