08 February 2026, 18:35

Känguru-Chili in Erlangen: Exotisches Gericht polarisiert Studierende

Ein Glas mit geschnittenen Chilischoten wird vor eine Flasche gestellt.

Känguru-Fleisch im Universitäts-Café kommt nicht bei allen gut an - Känguru-Chili in Erlangen: Exotisches Gericht polarisiert Studierende

Erlanger Mensa sorgt mit Känguru-Chili für Aufsehen

Eine deutsche Hochschulmensa hat Schlagzeilen gemacht, indem sie erstmals Känguru-Chili auf den Speiseplan setzte. Das ungewöhnliche Gericht wurde in der Mensa der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen angeboten und stieß bei den Studierenden auf Neugier wie auch Diskussionen. Alle 400 Portionen waren schnell vergriffen – ein deutliches Zeichen für das große Interesse an der exotischen Mahlzeit.

Das Känguru-Chili stand in der Mensa am Langemarckplatz auf der Karte und wurde mit Basmatireis serviert. Wer es probierte, reagierte gespalten, aber überwiegend positiv: Viele lobten den Geschmack, während anderen das Kängurufleisch weniger zusagte.

Ein Reddit-Beitrag über das Gericht löste online eine breitere Debatte aus. Einige Nutzer zogen Parallelen zu den Känguru-Chroniken, der Buchreihe von Marc-Uwe Kling mit einem sprechenden Känguru als Protagonist. Zwar gingen die Meinungen zum Geschmack des Fleisches auseinander, doch die positive Resonanz reichte aus, um das Gericht komplett auszuverkaufen.

Kängurufleisch bleibt in europäischen Mensen eine Seltenheit. Ähnliche Versuche in Ländern wie der Schweiz oder den Niederlanden fanden in den vergangenen fünf Jahren kaum Anklang. Kulturelle Unvertrautheit und die begrenzte Verfügbarkeit sorgen dafür, dass solche Angebote vorerst eine Kuriosität bleiben – und kein fester Bestandteil des Speiseplans werden.

Das Experiment mit dem Känguru-Chili in Erlangen war jedenfalls ein Erfolg: Die Portionen waren im Nu vergriffen. Auch wenn die Geschmacksurteile unterschiedlich ausfielen, zeigte die Aktion, dass die Bereitschaft für ungewöhnliche kulinarische Abenteuer wächst. Fürs Erste dürften Känguru-Gerichte in Mensen aber eine gelegentliche Rarität bleiben – und kein Standardangebot.