07 January 2026, 00:29

Kältewelle lockt Schlittschuhläufer auf gefährliches Natureis in Bayern

Eine Person in Kleidung fährt auf Eis mit Stöcken, die oben im Bild zu sehen sind.

Kältewelle lockt Schlittschuhläufer auf gefährliches Natureis in Bayern

Kälteeinbruch lockt mit zugefrorenen Seen – doch Experten warnen vor Lebensgefahr

Ein jüngster Kälteeinbruch hat Teile der Region mit Schnee bedeckt und Seen zu Eis de lassen, was Anwohner zum Schlittschuhlaufen verlockt. Doch obwohl die frostigen Bedingungen verlockende Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten im Freien bieten, fehlt bei vielen Gewässern – darunter auch beliebte Ziele wie der See in Bayern – die offizielle Freigabe für die Eisnutzung.

Fachleute betonen, dass das Betreten zugefrorener Gewässer selbst für diejenigen riskant ist, die sich nicht direkt aufs Eis wagen.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rät davon ab, bereits nach einem einzigen Frosttag Schlittschuh zu laufen. Für sicheres Eislaufen müsse das Eis mindestens 15 Zentimeter dick sein, bei fließendem Wasser sogar 20 Zentimeter. Vor dem Betreten sollten Spalten, austretendes Wasser oder dunkle Stellen geprüft werden – Warnsignale für brüchiges Eis.

Mehrere Seen wie der Gnadensee, der Hirschauer Baggersee und der Riedsee sind aktuell zugefroren und ziehen Scharen von Besuchern an. Doch keiner dieser Gewässer wurde offiziell freigegeben. Die Wasserrettung Niederösterreich ist für die Eisprüfung am Gnadensee in der Weinviertel-Region zuständig. Ohne deren Okay bleibt das Betreten lebensgefährlich.

Wer auf Nummer sicher gehen will, findet auf kontrollierten Eisflächen wie der Bahn am Überlinger Landungsplatz eine sichere Alternative. Hier wird die Eisdicke regelmäßig überprüft und den Standards entsprechend gewartet.

Trotz des Reizes natürlicher Eisflächen birgt Schlittschuhlaufen ohne amtliche Sicherheitsprüfung erhebliche Risiken. Die Behörden beobachten die Lage weiter, doch nur zugelassene Eisbahnen bieten garantiert sichere Bedingungen. Wer sich auf Natureis wagt, handelt auf eigene Gefahr.