K+S setzt auf Windkraft für klimaneutrale Düngemittelproduktion ab August
Enrico HerrmannK+S setzt auf Windkraft für klimaneutrale Düngemittelproduktion ab August
Ab August wird der K+S-Konzern Teile seines Werra-Verbundstandorts mit erneuerbarer Energie versorgen. Das Unternehmen hat dazu einen Direktliefervertrag mit der MPC Capital abgeschlossen und reduziert so seine Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz.
Zwei Windkraftanlagen mit einer kombinierten Leistung von 11,4 Megawatt werden den Standort direkt mit Strom beliefern. Die Anlagen, die nördlich von Philippsthal an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen stehen, decken bei Volllast etwa zehn Prozent des aktuellen Strombedarfs des Werks. Der Windstrom fließt direkt in die Produktion von Düngemitteln und anderen Vor-Ort-Erzeugnissen ein.
K+S investierte einen mittleren sechsstelligen Betrag in den Anschluss des Windparks; die technischen Arbeiten wurden innerhalb weniger Wochen abgeschlossen. Durch die Direktbelieferung entfallen Netzentgelte, und das Unternehmen kann seine Energiekosten langfristig besser planen. Dr. Jens Christian Keuthen, Vorstandsmitglied von K+S, betonte, dass das Projekt einen wichtigen Schritt auf dem Weg des Unternehmens zur Treibhausgasneutralität bis 2045 darstellt.
Die Vereinbarung mit MPC Capital ermöglicht es K+S, das öffentliche Netz vollständig zu umgehen. Dieser Schritt steht im Einklang mit der Klimastrategie des Konzerns und den Zielen des Pariser Abkommens. Bis zur vollständigen Klimaneutralität setzt das Unternehmen vorläufig auf Erdgas als Übergangslösung.
