IMMS gewinnt Silbermedaille für revolutionäres Nanometer-Präzisionssystem
Paula GumprichIMMS gewinnt Silbermedaille für revolutionäres Nanometer-Präzisionssystem
Ein hochmodernes Positionierungssystem des Instituts für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme (IMMS) wurde mit der Silbermedaille der Thüringer Erfindermesse ausgezeichnet. Die Erfindung, die für ihre ultragenaue Präzision im Nanometerbereich gewürdigt wurde, erhielt die Ehrung im Rahmen einer Feierstunde an der Technischen Universität Ilmenau. Die Technologie kommt dem wachsenden Bedarf an Maschinen entgegen, die winzige Strukturen mit außergewöhnlicher Genauigkeit bearbeiten können.
Das patentierte System mit dem Titel "Positionierungssystem mit einer Steuerung und Verfahren zu dessen Konfiguration" wurde vom Erfinder Alex Huaman entwickelt. Es führt ein neuartiges Steuerungskonzept ein, das speziell für hochdynamische, mehrkoordinierte Direktantriebssysteme konzipiert ist. Diese Systeme erreichen eine Präzision im Subnanometerbereich – und das über große Arbeitsbereiche hinweg.
Im Mittelpunkt der Innovation steht ein optimierter dynamischer Beobachter. Diese Komponente berechnet in Echtzeit Störkräfte und -momente, sodass proaktiv gegengesteuert werden kann. Das Ergebnis ist eine verbesserte Antriebspräzision – selbst bei schnellen oder komplexen Bewegungsabläufen.
Die Auszeichnung wurde im Rahmen des iENA-Wettbewerbs für Erfindungen verliehen. Dr.-Ing. Ludwig Herzog, Leiter der Abteilung Mechatronik am IMMS, zeichnete für die technische Entwicklung des Projekts verantwortlich. Beate Hövelmans, Leiterin der Unternehmenskommunikation, vertrat das Institut bei der Veranstaltung.
Die Silbermedaille unterstreicht das Potenzial des Systems in Bereichen, die höchste Präzision erfordern. Seine Fähigkeit, Störungen dynamisch auszugleichen, könnte Branchen wie die Halbleiterfertigung oder die Materialforschung revolutionieren. Das IMMS arbeitet weiterhin daran, die Technologie für einen breiten industriellen Einsatz zu optimieren.






