Illegale Straßenrennen eskalieren: Polizei schreitet in mehreren Städten ein
Harry GirschnerVerbotsrennen: Unfälle, Drogen und Handy-Videos - Illegale Straßenrennen eskalieren: Polizei schreitet in mehreren Städten ein
Illegale Straßenrennen sorgten am Wochenende in mehreren deutschen Städten für Chaos. Autofahrer missachteten Verkehrsregeln, was zu Unfällen, Beinahe-Kollisionen und Polizeieinsätzen führte. Die Behörden haben nun Ermittlungen zu mehreren gefährlichen Vorfällen eingeleitet.
In Schwenningen nahmen mehrere Fahrer an Hochgeschwindigkeitsrennen teil und überholten rücksichtslos andere Fahrzeuge. Ein Autofahrer lenkte plötzlich auf den Gehweg und bremste abrupt, um Fußgänger nicht zu erfassen. Die Polizei stoppte später mehrere an den Rennen beteiligte Fahrzeuge und beschlagnahmte Mobiltelefone mit Aufzeichnungen, die angeblich mit den illegalen Veranstaltungen in Verbindung stehen.
In Tuttlingen verunglückte ein 22-jähriger Fahrer, nachdem er einem 44-Jährigen mit Vorfahrt nicht die Vorfahrt gewährt hatte. Augenzeugen berichteten, der jüngere Fahrer sei bei einer mutmaßlichen Straßenrennen bei Rot über die Ampel gefahren. Nach dem Zusammenstoß wies ein freiwilliger Urintest Drogen in seinem Körper nach.
Unterdessen wurden in Bad Dürrheim zwei Fahrer beim Rennen erwischt, nachdem sie ein anderes Auto illegal rechts überholt hatten. Die Polizei griff ein und sicherte Beweismaterial aus ihren Fahrzeugen. In Frankenthal müssen sich nun zwei junge Männer im Alter von 19 und 20 Jahren wegen der Teilnahme an einem nicht genehmigten Rennen vor Gericht verantworten. Ihnen wurden im Rahmen der Ermittlungen die Führerscheine entzogen.
Nach deutschem Recht drohen bei illegalen Straßenrennen harte Strafen. Täter müssen gemäß § 315d StGB mit bis zu fünf Jahren Haft oder hohen Geldstrafen rechnen. Eine Verurteilung führt zudem zum Führerscheinentzug, drei Punkten in Flensburg und möglicherweise zur Einziehung des Fahrzeugs. Wiederholungstäter können ihren Führerschein sogar lebenslang verlieren.






