14 April 2026, 22:18

IG Metall plant "Job-to-Job"-Netzwerk für Sachsen-Anhalt gegen Fachkräfteschwund

Eine Liniengrafik, die die Beschäftigungsquote in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

IG Metall plant "Job-to-Job"-Netzwerk für Sachsen-Anhalt gegen Fachkräfteschwund

Die Gewerkschaft IG Metall setzt sich für ein landesweites "Job-to-Job"-Netzwerk in Sachsen-Anhalt ein, um Arbeitnehmern den Übergang während industrieller Umbrüche zu erleichtern. Das Vorhaben zielt darauf ab, Arbeitslosigkeit zu vermeiden und Fachkräfte in der Region zu halten – besonders vor dem Hintergrund von Dekarbonisierung, Digitalisierung und sich verändernden globalen Handelsströmen. Laut IG Metall würde ein solches System sicherstellen, dass wertvolles Know-how während wirtschaftlicher Umstrukturierungen nicht verloren geht.

Bevor Beschäftigte den Betrieb wechseln, fordert die Gewerkschaft, dass Unternehmen zunächst interne Lösungen prüfen müssen, um erfahrenes Personal zu halten. IG Metall betont, dass der Erhalt von Spezialwissen innerhalb der Betriebe absolute Priorität haben sollte.

Ein landesweites "Job-to-Job"-Netzwerk würde keine neuen bürokratischen Strukturen schaffen, sondern bestehende Ressourcen vernetzen. Dazu zählen Arbeitsagenturen, Weiterbildungsprogramme und andere bereits etablierte Unterstützungsangebote. Das Ziel ist es, Arbeitnehmer aus Krisenbranchen mit Unternehmen zusammenzubringen, die genau diese Qualifikationen benötigen.

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Thorsten Gröger, Bezirksleiter von IG Metall, unterstrich, dass eine moderne Industrieregion Übergänge organisieren müsse – und nicht den Verlust von Fachwissen verwalten dürfe. Das Netzwerk soll Ungleichgewichte zwischen Branchen mit Überkapazitäten und solchen mit Fachkräftemangel ausgleichen.

Damit das System funktioniert, müssen alle relevanten Akteure gleichberechtigt eingebunden werden: Arbeitgeber, Gewerkschaften, die Landesregierung, die Kammern sowie Bildungsträger. IG Metall will die Gespräche über eine dauerhafte Struktur anführen, die den industriellen Wandel sozialverträglich gestaltet.

Das geplante Netzwerk würde auf bestehenden Arbeitsmarktinitiativen in Sachsen-Anhalt aufbauen und diese zu einer langfristigen Lösung ausweiten. Bei Umsetzung könnte es Beschäftigten den direkten Wechsel in hochwertige neue Arbeitsplätze ermöglichen – noch bevor sie arbeitslos werden. Der Erfolg des Plans hängt jedoch von der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Politik und Bildungseinrichtungen ab.

Quelle