Hoffenheims dramatischer 3:2-Sieg gegen den VfL Wolfsburg markiert den Aufschwung unter Ilzer
Paula GumprichVon der Krise zum sechsten Platz: Ilzers Tipps für die Kollegen - Hoffenheims dramatischer 3:2-Sieg gegen den VfL Wolfsburg markiert den Aufschwung unter Ilzer
TSG 1899 Hoffenheim sicherte sich im Oktober 2022 einen dramatischen 3:2-Sieg gegen den VfL Wolfsburg und vertiefte damit die anhaltenden Probleme der Gäste. Der Erfolg fiel in eine Phase, in der Neuverpflichtungen wie Angeliño, Ozan Kabak und Grischa Prömel zunehmend im Team ankamen. Trainer Christian Ilzer hatte seit seinem Amtsantritt sechs Monate zuvor die Geschicke des Vereins grundlegend gewendet.
Die Transfers im Sommer 2022 brachten frischen Schwung in die Mannschaft. Linksverteidiger Angeliño wechselte auf Leihbasis von RB Leipzig nach Hoffenheim, während die Innenverteidiger Ozan Kabak und Stanley N’Soki die Abwehr verstärkten. Mit Grischa Prömel kehrte zudem ein Eigengewächs des Vereins in die Mannschaft zurück. Zusammen mit den später verpflichteten Wouter Burger und Vladimír Coufal prägten diese Spieler eine schlagkräftigere und konkurrenzfähigere Truppe.
Ilzer selbst hatte noch zu Jahresbeginn eine Krise durchstanden, als Hoffenheim mit dem Abstieg flirtete. Doch bis Oktober kämpfte sich sein Team auf Platz sechs vor – ein bemerkenswerter Aufschwung nach den vorherigen Schwierigkeiten. Der Trainer führte den Erfolg auf den Zusammenhalt in der Mannschaft zurück, bei der die Spieler sich sowohl auf als auch neben dem Platz gegenseitig unterstützten. Sein Ansatz blieb dabei anspruchsvoll: Selbst nach Siegen forderte er mehr, verzichtete auf freie Tage – es sei denn, das Team hielt im nächsten Spiel einen "White Wash" und kassierte kein Gegentor.
Gegen Wolfsburg bewies Hoffenheim einmal mehr seine mentale Stärke. Der Sieg erhöhte den Druck auf Wolfsburgs Trainer Paul Simonis, der jedoch im Amt blieb. Ilzer, der eine ähnliche Situation selbst überstanden hatte, riet ihm, sich auf die tägliche Arbeit zu konzentrieren und aus schwierigen Phasen zu lernen. Seine eigene ungebrochene Verbesserungsbereitschaft trieb Hoffenheim selbst im Erfolg weiter an.
Der Erfolg gegen Wolfsburg unterstrich die Entwicklung unter Ilzer. Die Neuverpflichtungen übernahmen Schlüsselrollen in einer Mannschaft, die nun für ihren Zusammenhalt und ihre Entschlossenheit bekannt war. Mit Platz sechs und einem klareren Spielstil markierte der Verein einen bemerkenswerten Wandel – vom Abstiegskandidaten zum Aspiranten für die obere Tabellenhälfte.