19 December 2025, 05:02

Hoeneß verteidigt Rotationspolitik nach Stuttgarts Bundesliga-Pleite gegen den HSV

Eine Gruppe von Spielern in Trikots und Helmen steht auf einem Feld, mit Zuschauern im Hintergrund, die auf Stühlen sitzen.

Hoeneß verteidigt Rotationspolitik nach Stuttgarts Bundesliga-Pleite gegen den HSV

Hoeneß wehrt sich gegen Kritik

Trainer Sebastian Hoeneß scheint sich mit seiner Aufstellung beim 1:2 seines VfB Stuttgart in der Bundesliga gegen den Hamburger SV verkalkuliert zu haben – doch anschließend warb er um Verständnis.

VfB Stuttgart kassierte am Sonntag eine 1:2-Niederlage in der Bundesliga gegen den Hamburger SV, was Fragen an die Teamauswahl von Trainer Sebastian Hoeneß aufwarf. Der Coach verteidigte seine Entscheidungen, nachdem er im Vergleich zur Mannschaft, die nur wenige Tage zuvor mit 4:0 in der Europa League gewonnen hatte, sieben Änderungen vorgenommen hatte. Angesichts eines vollgepackten Spielplans ist Rotation für den Verein, der weiterhin in drei Wettbewerben kämpft, zur Notwendigkeit geworden.

Hoeneß brachte Stürmer Deniz Undav in der ersten Halbzeit ins Spiel, nachdem Chris Führich verletzt ausgewechselt werden musste. Die Entscheidung kam nicht überraschend, da Undav der einzige einsatzbereite Angreifer im Kader ist. Der Trainer räumte später ein, dass der 27-Jährige bereits mehr Spielzeit absolviert habe als ursprünglich geplant – ein Zeichen für die Belastung der Mannschaft.

Der Coach wies zudem darauf hin, dass Muskelverletzungen zu dieser Jahreszeit keine Seltenheit seien. Er betonte, dass harte Entscheidungen über die Einsatzfähigkeit von Spielern mit Überzeugung getroffen werden müssten – unabhängig vom Ergebnis. Seine Rotationspolitik, so argumentierte er, solle nach ihren eigenen Maßstäben bewertet werden und nicht allein am Endstand gemessen werden.

Nun richtet Stuttgart den Blick auf das DFB-Pokal-Achtelfinale unter der Woche beim VfL Bochum. Der enge Spielplan zeigt keine Anzeichen einer Entspannung, da die Mannschaft weiterhin auf nationaler Ebene, im Pokal und in der Bundesliga kämpft.

Undav wird voraussichtlich auch in Bochum die Offensive anführen, da es an Alternativen mangelt. Die Kadertiefe des Vereins wird in den kommenden Wochen weiter auf die Probe gestellt, während sie drei Wettbewerbe in einer anspruchsvollen Serie von Spielen unter einen Hut bringen müssen. Hoeneß’ Umgang mit der Mannschaftsaufstellung wird dabei weiterhin genau unter die Lupe genommen.