„Heilbronner Wollhaus-Raser“ droht nach Mordurteil die Abschiebung in die Türkei
Paula Gumprich"Wollhaus-Raser" wird nach Türkei abgeschoben - „Heilbronner Wollhaus-Raser“ droht nach Mordurteil die Abschiebung in die Türkei
Ein türkischer Staatsbürger, der als "Heilbronner Wollhaus-Raser" bekannt wurde, droht nach seiner Verurteilung wegen Mordes die Abschiebung in die Türkei. Cenap A. wurde 2023 schuldig gesprochen, weil er in einem Wohngebiet in Heilbronn mit extrem hoher Geschwindigkeit einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hatte, bei dem ein 42-jähriger Fahrer ums Leben kam und seine Ehefrau schwer verletzt wurde. Das Gericht stellte fest, dass der Unfall die juristische Definition von Heimtücke (hinterlistige Tötungsabsicht) erfüllte, was zur Verurteilung wegen Mordes führte. Daraufhin erließ das Regierungspräsidium Karlsruhe einen vorläufigen Abschiebebeschluss, der Cenap A. einen Monat Zeit gibt, um gegen die Entscheidung Widerspruch einzulegen. Wird innerhalb dieser Frist kein Rechtsmittel eingelegt, wird die Abschiebung in die Türkei rechtskräftig, und die Behörden werden seine Ausreise veranlassen. Das Abschiebeverfahren wird fortgesetzt, sofern Cenap A. den Bescheid nicht innerhalb der gesetzten Frist anfechtet. Falls der Beschluss Bestand hat, wird das Regierungspräsidium Karlsruhe die Abschiebung in die Türkei als letzten Schritt des rechtlichen Verfahrens vollstrecken.