Heidelberg Pharma feiert Durchbruch mit Krebstherapie aus Pilzgift
Harry GirschnerHeidelberg Pharma feiert Durchbruch mit Krebstherapie aus Pilzgift
Heidelberg Pharma erreicht Meilenstein in Partnerschaft mit Takeda
Heidelberg Pharma hat einen wichtigen Meilenstein in der Zusammenarbeit mit dem japanischen Pharmakonzern Takeda erreicht. Das Unternehmen erhielt eine Zahlung, nachdem der erste Patient in einer Phase-I/II-Studie mit dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) HDP-101 behandelt wurde. Dies markiert einen Fortschritt bei der Entwicklung einer Krebstherapie auf Basis der ATAC-Technologie von Heidelberg Pharma.
Der ADC-Wirkstoffkandidat mit dem Namen Pamlectabart Tismanitin nutzt ein Toxin, das aus dem Knollenblätterpilz gewonnen wird. Erste Studienergebnisse zeigen vielversprechende Anzeichen, darunter hohe Wirkstoffkonzentrationen im Körper der Patienten sowie in einigen Fällen vollständige Remissionen.
Die ATAC-Plattform von Heidelberg Pharma bildet mittlerweile die Grundlage für drei klinische Wirkstoffkandidaten. Zwei davon werden im eigenen Haus entwickelt, während der dritte, HDP-101, Teil der Kooperation mit Takeda ist. Die erste Verabreichung des Wirkstoffs an Patienten löste die Meilenstein-Zahlung aus – ein Zeichen für den Fortschritt des Programms.
Dr. Dongzhou Jeffery Liu, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg Pharma, begrüßte die Entwicklung. Er betonte, dass Takedas Fortschritte mit dem ADC-Kandidaten die Stärke der Partnerschaft unterstreichen. Die vorläufigen Daten deuteten zudem auf das Potenzial der Therapie hin, da bei Patienten hohe Konzentrationen des Konjugats und seines Toxins nachweisbar seien.
Zu den Ergebnissen gehören auch Fälle vollständiger Remission, doch weitere Tests müssen die langfristige Wirksamkeit bestätigen. Takeda führt die Phase-I/II-Studie weiter und prüft Sicherheit und Wirksamkeit an einer größeren Patientengruppe.
Die Meilenstein-Zahlung festigt Heidelberg Pharmas Position in der ADC-Entwicklung. Durch die Kombination der ATAC-Technologie mit Takedas Ressourcen rückt die Validierung einer neuen Krebstherapie näher. Weitere Studienupdates sollen zusätzliche Klarheit über die Zukunft der Behandlung bringen.