Hamburger Bürgerinitiative kämpft für Klimaneutralität bis 2040 – Abstimmung am 12. Oktober
H.-Dieter ReuterKulturlandschaft setzt sich für Klimaneutralität bis 2040 ein - Hamburger Bürgerinitiative kämpft für Klimaneutralität bis 2040 – Abstimmung am 12. Oktober
Bürgerinitiative "Hamburg entscheidet Zukunft" drängt auf strengere Klimaregeln
Eine Bürgerinitiative mit dem Namen "Hamburg entscheidet Zukunft" setzt sich für schärfere Klimavorgaben in der Stadt ein. Ziel des Vorhabens ist es, Hamburg bereits bis 2040 klimaneutral zu machen – fünf Jahre früher als im aktuellen Plan für 2045 vorgesehen. Unterstützt wird die Initiative von über 80 Kulturschaffenden sowie bedeutenden Institutionen, die sich hinter eine Abstimmung am 12. Oktober stellen.
Die Initiative schlägt Änderungen am Hamburger Klimaschutzgesetz vor. Zu den zentralen Forderungen gehören jährliche CO₂-Obergrenzen für verschiedene Sektoren, die sich am bestehenden Klimaplan der Stadt orientieren. Werden die Ziele verfehlt, sollen Notfallmaßnahmen greifen, um die Emissionen wieder auf Kurs zu bringen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf sozialer Gerechtigkeit: Die Gruppe fordert energetische Sanierungen in Wohngebäuden, um Mieter:innen nicht mit hohen finanziellen Belastungen alleinzulassen.
In den vergangenen Wochen hat die Unterstützung deutlich zugenommen. Mehr als 80 Schauspieler:innen, Regisseur:innen und Künstler:innen – darunter Bjarne Mädel, Maximilian Mundt, Lina Beckmann, Mirco Kreibich und Pheline Roggan – unterzeichneten einen offenen Brief zur Unterstützung der Kampagne. Auch Kultureinrichtungen wie das Schauspielhaus, Kampnagel, das Ernst-Deutsch-Theater und die Hamburger Kunsthalle haben sich mittlerweile angeschlossen. Keine dieser Institutionen hatte die Initiative zuvor öffentlich befürwortet, bevor der Abstimmungstermin bekannt gegeben wurde.
Am 12. Oktober entscheidet die Bevölkerung über den Vorschlag.
Wird die Initiative angenommen, würde sie strengere jährliche CO₂-Grenzwerte und ein beschleunigtes Vorgehen hin zur Klimaneutralität durchsetzen. Das Ergebnis der Abstimmung wird zeigen, ob Hamburg seinen Zeitplan vorzieht und verbindliche Kontrollen für Emissionen einführt. Sowohl Kulturvertreter:innen als auch Mieterverbände engagieren sich nun mit Nachdruck für den Wandel.






