Grünes Licht für 140-Millionen-Projekt: Neue juristische Bildungszentren kommen
Paula GumprichGrünes Licht für 140-Millionen-Projekt: Neue juristische Bildungszentren kommen
Ein seit langem blockiertes Vorhaben im Wert von 140 Millionen Euro zum Bau neuer juristischer Bildungszentren hat einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht. Das Bundesfinanzministerium hat überarbeitete Pläne für die Standorte in Karlsruhe und Leipzig genehmigt. Beide Gebäude werden nun deutlich kleiner und kostengünstiger ausfallen als ursprünglich vorgesehen.
Die Stiftungsbauten in den beiden Städten verlieren jeweils mehr als ein Drittel ihrer ursprünglich geplanten Nutzfläche. In Karlsruhe verringert sich die nutzbare Fläche von etwa 6.400 Quadratmetern auf 4.070 Quadratmeter. Das Leipziger Projekt schrumpft von 6.700 Quadratmetern auf 4.330 Quadratmeter.
Das Finanzministerium hat die Baukosten auf 70 Millionen Euro pro Gebäude gedeckelt. Diese Entscheidung beendet jahrelange Verzögerungen bei dem viel beachteten Projekt. Die Initiative zielt darauf ab, das öffentliche Verständnis für Recht und Rechtsstaatlichkeit zu stärken und deren Bedeutung für die Demokratie zu unterstreichen.
In Leipzig entsteht das Zentrum in Kooperation mit der neuen juristischen Fakultät der Universität Leipzig. Das Karlsruher Gebäude wird in direkter Nachbarschaft zum Bundesgerichtshof errichtet. Das Ministerium von Stefanie Hubig hat das Bundesamt für Immobilienaufgaben (BImA) nun aufgefordert, mit den vorbereitenden Arbeiten für beide Standorte zu beginnen.
Die überarbeiteten Pläne sehen sowohl eine Verringerung der Größe als auch des Budgets für die beiden Zentren vor. Nach langen Verhandlungen kann nun mit dem Bau begonnen werden. Die Projekte sollen die juristische Ausbildung fördern und die Bürgerbeteiligung am Justizsystem stärken.
