Grüne fordern radikale Wende für den Schienenverkehr in NRW – mehr Zuverlässigkeit statt Störungen
Harry GirschnerGrüne fordern radikale Wende für den Schienenverkehr in NRW – mehr Zuverlässigkeit statt Störungen
Die Grünen haben zentrale Prioritäten zur Verbesserung des Schienenverkehrs in Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Ziel ist es, das Netz zuverlässiger, sicherer und attraktiver als Alternative zum Privatwagen zu machen. Zu den Vorschlägen gehören umfangreiche Modernisierungen und neue Infrastrukturmaßnahmen, um aktuelle Störungen zu beheben.
Das deutsche Schienennetz befindet sich mitten in einer groß angelegten Modernisierungsoffensive. Nach Angaben der Grünen führt dies jedoch zu erheblichen Beeinträchtigungen für Fahrgäste. Leon Kröck, Fraktionsvorsitzender der Solinger Grünen, betonte, dass die Reisenden die aktuellen Einschränkungen mit Geduld ertragen.
Die Partei fordert als vordringliches Projekt die Elektrifizierung und Verlängerung der S7-Linie bis Düsseldorf. Zudem schlagen die Grünen vor, vor Baubeginn des RRX-Projekts zusätzliche Weichen in der Nähe von Düsseldorf-Eller Mitte zu errichten. Ein weiterer Punkt ist die Umleitung der RE2-Linie, um Solingen, Wuppertal und das östliche Ruhrgebiet direkt zu verbinden.
Die Grünen setzen sich für eine schnellere Modernisierung der Signaltechnik und eine bessere Koordinierung von Bahnbauprojekten ein. Sie argumentieren, dass bei der Planung durch Land und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) die regionalen Bedürfnisse stärker berücksichtigt werden müssen. Die jüngste Wiederinbetriebnahme der RE7- und RB48-Linien habe zwar teilweise Entlastung gebracht, doch stehen noch umfangreichere Arbeiten an.
Ziel der Partei ist ein Schienennetz, das eine echte Alternative zum Individualverkehr bietet. Im Mittelpunkt der Pläne stehen Zuverlässigkeit, Sicherheit und Attraktivität für Fahrgäste. Bei Umsetzung könnten diese Maßnahmen Störungen verringern und die Vernetzung in der gesamten Region verbessern.
