Grillplatz-Chaos in Berlin: Warum der Volkspark Friedrichshain zum Zankapfel wird
Paula GumprichGrillplatz-Chaos in Berlin: Warum der Volkspark Friedrichshain zum Zankapfel wird
Berlins Grünflächengesetz schreibt vor, dass die Bezirke geeignete Plätze für öffentliches Grillen bereitstellen müssen. Doch die ungleiche Verteilung der Grillflächen führt in manchen Gebieten zu Überfüllung. Besonders der Volkspark Friedrichshain ist zum Brennpunkt geworden – Anwohner beschweren sich über Rauch, Lärm und Müll.
Aktuell gibt es in Berlin nur sieben offizielle öffentliche Grillplätze, davon drei allein in Friedrichshain-Kreuzberg. Die Grillzone an der Danziger Straße hat besonders viele Klagen wegen Rauchbelästigung, Gestank, Lärm und Vermüllung ausgelöst. Seit Januar verzeichneten die Behörden 133 Verstöße im Zusammenhang mit Grillen im Park.
Um das Problem zu lösen, schlägt das Bezirksamt vor, die Grillzonen auf alle Bezirke auszuweiten. Dadurch sollen Grillfans besser verteilt und die Belastung für stark frequentierte Plätze verringert werden. Zudem sieht das Amt das öffentliche Grillen als kostengünstige Möglichkeit, das gesellige Beisammensein im Freien zu fördern.
Die Polizei hat bereits bei sechs gemeinsamen Kontrollen mit Ordnungsämtern geholfen, die Grillregeln durchzusetzen – sieben weitere Einsätze sind geplant. Auch der Bezirk Pankow und die lokale Polizei wurden um Unterstützung gebeten, die Lage in den Griff zu bekommen.
Ziel des Bezirksamts ist ein faireres System durch zusätzliche Grillzonen, um stark genutzte Gebiete wie den Volkspark Friedrichshain zu entlasten. Die Behörden bleiben wachsam und setzen die Vorschriften durch, um die Parks sauber und ordentlich zu halten.
