30 March 2026, 16:28

Gorfion plant Revolution der Energiewende mit weniger Kosten und mehr Tempo

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Gorfion plant Revolution der Energiewende mit weniger Kosten und mehr Tempo

Gorfion Green Energy stellt Plan für beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren bei sinkenden Kosten vor

Das Unternehmen Gorfion Green Energy hat ein Maßnahmenpaket vorgestellt, das den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen und gleichzeitig die Kosten senken soll. Im Mittelpunkt stehen eine intelligentere Nutzung des Stromnetzes, klarere Planungsvorschriften und Marktreformen. Laut Gorfion könnten diese Schritte die Ausgaben für die Infrastruktur bis 2045 um Milliarden Euro reduzieren.

Die Ankündigung erfolgt kurz nach der Verabschiedung des Klimaschutzprogramms 2026 durch die Bundesregierung, das unter anderem erweiterte Windkraft-Ausschreibungen und neue Fördermittel für erneuerbare Wärmenetze vorsieht.

Kernstück des Gorfion-Konzepts ist die Strategie des bedarfsgerechten Ausbaus. Dabei wird erneuerbare Energiekapazität dort aufgebaut, wo der Verbrauch am höchsten ist, um den Bedarf an langstreckigem Stromtransport zu verringern. Ein weiterer zentraler Ansatz ist das Prinzip der Mehrfachnutzung von Standorten (Multi-Co-Location), bei dem Erzeugung, Speicherung und Verbrauch an einem Ort gebündelt werden, um die bestehende Netzinfrastruktur effizienter zu nutzen.

Zur besseren Koordinierung schlägt Gorfion die Schaffung eines digitalen Zwillings des deutschen Stromnetzes vor. Dieses virtuelle Modell soll die Transparenz erhöhen und die Zusammenarbeit verschiedener Akteure erleichtern. Zudem werden regionale Preiszonen und dynamische Netzentgelte vorgeschlagen, um netzfreundliches Verhalten zu fördern und die Standortplanung neuer Projekte zu steuern.

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Auf politischer Ebene fordert das Unternehmen die Abschaffung der EEG-Umlage sowie eine Reform des Strommarktes. Zudem plädiert es für vereinfachte Planungsverfahren, eine Gleichbehandlung von Energiespeichern und verbindliche Fristen für Netzanbindungen. Diese Änderungen, so Gorfion, würden Engpässe beseitigen, ohne zusätzliche Kosten zu verursachen.

Das kürzlich beschlossene Klimaschutzprogramm 2026 der Bundesregierung deckt sich teilweise mit diesen Zielen. Das am 25. März verabschiedete Paket umfasst unter anderem Ausschreibungen für 12 Gigawatt neue Onshore-Windkraft (etwa 2.000 Anlagen) sowie ein Fernwärmepaket zum Ausbau erneuerbarer Wärmenetze. Bis 2030 könnten dadurch 2,3 Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden, unterstützt durch 400 Millionen Euro für effiziente Wärmeinfrastruktur.

Gorfion betont, dass seine Vorschläge keine neuen Ausgaben erfordern, sondern die Energiewende kosteneffizienter gestalten sollen. Bis 2045 könnten so bis zu 123 Milliarden Euro bei der Netzausbau eingespart werden – zusätzlich zu weiteren Ersparnissen durch den Wegfall der EEG-Umlage.

Das Unternehmen ruft nun Energieversorger, Politiker und Branchenverbände auf, die Maßnahmen zu unterstützen. Bei Umsetzung könnten die Reformen den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland grundlegend verändern – und zwar bei kontrollierten Kosten. Die nächsten Schritte hängen von der Zusammenarbeit zwischen Regulierungsbehörden, Netzbetreibern und Marktteilnehmern ab.

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