11 February 2026, 18:44

Göppingen verhängt Waffenverbot nach Schießereien in Bäckerei und Kneipe

Eine belebte Stadtstraße mit Fahrzeugen, einem Geländer auf der linken Seite, Gebäuden, Pfählen, Laternen, Schildern und einigen Menschen unter einem bewölkten Himmel, mit einem Gebäude mit der Aufschrift "Capas Public".

Nach Gewalt: Göppingen errichtet Waffenverbotszone - Göppingen verhängt Waffenverbot nach Schießereien in Bäckerei und Kneipe

Göppingen führt ab diesem Donnerstag Waffenverbotszone in der Innenstadt ein

Die Maßnahme ist eine Reaktion auf zwei jüngste Schießereien in der Stadt, darunter einen Angriff auf eine Bäckerei Mitte Januar. Die Behörden prüfen derzeit, ob die Vorfälle mit bandenbezogener Gewalt in der weiteren Region Stuttgart zusammenhängen.

Bei der ersten Schießerei hatte im Januar ein unbekannter Täter in einer Bäckerei in der Nähe im Stadtzentrum Schüsse abgegeben. Nur wenige Wochen später kam es zu einem weiteren bewaffneten Angriff in einer örtlichen Kneipe, was die Bevölkerung verunsicherte.

Als Konsequenz wird Göppingen nun bis Ende April das Tragen von Schusswaffen und Messern in der Innenstadt verbieten. Die Regelung orientiert sich an ähnlichen Beschränkungen, die bereits in Stuttgart und Mannheim als vorübergehende Waffenverbote gelten.

Zwei Tatverdächtige im Zusammenhang mit dem Bäckerei-Angriff wurden festgenommen und befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft. Gleichzeitig ermitteln die Behörden weiter, ob es Verbindungen zwischen den Vorfällen und der organisierten Kriminalität im Großraum Stuttgart gibt.

Mit der neuen Waffenverbotszone soll weitere Gewalt in Göppingens Innenstadt eingedämmt werden. Die Polizei wird das Verbot bis Ende April durchsetzen, während die laufenden Ermittlungen mögliche übergeordnete kriminelle Strukturen aufklären sollen. Die Entscheidung der Stadt folgt einem wachsenden Trend zu Waffenbeschränkungen in den urbanen Zentren Baden-Württembergs.