18 December 2025, 12:52

Gericht gibt grünes Licht für Atommüll-Lagerung in Philippsburg trotz Bürgerprotesten

Ein Fabrikinnenraum mit Trägern, einer Treppe, Geländer, Behältern, Lampen, Rohren und Wänden.

VGH bestätigt Lagerung von Atommüll in Philippsburg - Gericht gibt grünes Licht für Atommüll-Lagerung in Philippsburg trotz Bürgerprotesten

Gericht bestätigt Lagerung von Atommüll in Philippsburg

VGH bestätigt Lagerung von Atommüll in Philippsburg

VGH bestätigt Lagerung von Atommüll in Philippsburg

  1. Dezember 2025, 11:32 Uhr

Ein deutsches Gericht hat die Lagerung von Atommüll im Zwischenlager Philippsburg bestätigt. Das Urteil weist Bedenken einer lokalen Bürgerinitiative zu Sicherheitsrisiken zurück. Im Jahr 2024 wurden vier neue Castor-Behälter des Typs HAW28M auf dem Gelände eingelagert, sodass sich die Gesamtzahl auf 106 Behälter erhöht.

Das Verwaltungsgericht Baden-Württemberg wies Klagen der Schutzgemeinschaft der Bürgerinnen und Bürger um den Philippsburger Rheindamm e.V. (SBR) ab. Die Gruppe hatte sich gegen Genehmigungen des Bundesamts für kerntechnische Entsorgung gewandt, mit denen Änderungen am Lager genehmigt worden waren. Zu den Bedenken zählten mögliche Anschläge, Sabotageakte oder Unfälle, die zu einer Freisetzung von Radioaktivität über die gesetzlichen Grenzwerte hinaus führen könnten.

Laut Gerichtsurteil entspricht das Zwischenlager Philippsburg derzeit den geltenden Sicherheitsvorschriften. Die 106 eingelagerten Behälter verbleiben vorerst am Standort, und es sind keine unmittelbaren Änderungen zu erwarten. Da jedoch weiterhin keine langfristige Lösung für die Endlagerung in Sicht ist, könnte die Zwischenlagerung deutlich über das aktuelle Fristende 2047 hinaus verlängert werden.