Freiburger Seen: Neue Sicherheitsmaßnahmen nach tödlichen Ertrinkungsunfällen
Paula GumprichFreiburger Seen: Neue Sicherheitsmaßnahmen nach tödlichen Ertrinkungsunfällen
Eine Serie von Ertrinkungsunfällen in Freiburger Seen hat zu Forderungen nach verbesserten Sicherheitsvorschriften geführt. In den vergangenen zwei Jahren gab es drei Todesfälle – zwei im Sommer 2024 am Titisee und einen im Juli 2025 am Möhlsee. Die Vorfälle haben lokale Politiker dazu veranlasst, neue Schutzmaßnahmen für Badende und Besucher vorzuschlagen.
Der Stadtrat wird am 3. März 2026 zusammentreten, um über Sicherheitsvorschläge zu beraten, die auf einem gemeinsamen Antrag von CDU, Grünen, FDP und SPD basieren. Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen praktische und kostengünstige Lösungen, die Wirksamkeit und Finanzierbarkeit in Einklang bringen.
Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören öffentlich zugängliche Rettungsringe an neuralgischen Punkten rund um die Seen. Mehrsprachige Warnschilder sollen Besucher auf mögliche Gefahren aufmerksam machen, während Schwimmkurse und Aufklärungskampagnen die Öffentlichkeit über Wassersicherheit informieren sollen. Zudem sind bauliche Veränderungen wie Haltegriffe und flach abfallende Einstiege geplant, um Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Zugang zu erleichtern.
Die Behörden betonen, dass die Maßnahmen verhältnismäßig sein müssen. Ziel ist es, weitere Tragödien zu verhindern, ohne den Zugang zu den Seen oder Freizeitaktivitäten übermäßig einzuschränken.
Falls die neuen Sicherheitsvorkehrungen genehmigt werden, sollen sie noch vor der Badesaison 2026 eingeführt werden. Die Entscheidung des Rates wird darüber bestimmen, ob Rettungsringe, Beschilderungen und barrierearme Verbesserungen zu dauerhaften Einrichtungen an Freiburger Seen werden. Der Beschluss folgt auf zwei Jahre mit tödlichen Zwischenfällen, die Sorgen um die öffentliche Sicherheit geschürt haben.






