26 December 2025, 00:48

Freiburger Handwerkskammer nutzt Adventskalender für politische Forderungen vor der Wahl 2026

Eine Ausstellung mit einem Tisch, auf dem verschiedene Landesflaggen, eine Box, Papiere und ein Banner liegen, eine Kugel links, ein Anschlagbrett rechts mit ein paar Menschen in der Nähe und mehrere Tische und Stühle ganz links.

Freiburger Handwerkskammer nutzt Adventskalender für politische Forderungen vor der Wahl 2026

Handwerkskammer Freiburg startet ungewöhnliche Kampagne vor der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg

Statt süßer Überraschungen enthält der Adventskalender der Handwerkskammer Freiburg 26 politische Forderungen – ein ungewöhnlicher Vorstoß im Vorfeld der baden-württembergischen Landtagswahl 2026. Mit der Aktion will die Kammer die Anliegen des Handwerks in den Fokus der Wahlkampfdiskussion und darüber hinaus rücken.

Das Titelbild des Kalenders zeigt Handwerkerinnen und Handwerker verschiedener Gewerke und spiegelt so die Vielfalt des Sektors wider. Hinter jedem der 24 Türchen verbirgt sich eine zentrale Forderung: von Bürokratieabbau über Fachkräftesicherung bis hin zur Modernisierung der Infrastruktur. Für die rund 16.000 Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Freiburg – eine wichtige Wirtschaftskraft im südlichen Baden – sind diese Themen von existentieller Bedeutung.

Die Kalender werden an alle Kandidatinnen und Kandidaten im Kammerbezirk verschickt, wobei bisher keine konkreten Namen mit der Aktion in Verbindung gebracht wurden. Landesweit könnten rund 140.000 Unternehmen profitieren, falls die Forderungen Gehör finden. Die Initiatoren hoffen, dass der Vorstoß die künftige Landesregierung zum Handeln bewegt – etwa bei fairen Wettbewerbsbedingungen, Digitalisierung und anderen drängenden Herausforderungen. Während sich die Kampagne auf den Raum Freiburg konzentriert, sind ähnliche Initiativen in anderen Regionen wie Tübingen, wo bereits Kandidierende wie Dr. Dorothea Kliche-Behnke (SPD) und Daniel Lede Abal (Grüne) im Wahlkampf stehen, nicht bekannt. Das Ziel bleibt jedoch klar: Das Handwerk soll auch nach der Wahl im politischen Diskurs Priorität behalten.

Die Aktion zielt darauf ab, die vorweihnachtliche Aufmerksamkeit in nachhaltige Veränderungen für das baden-württembergische Handwerk umzuwandeln. Durch die direkte Zusendung der Forderungen an die Kandidierenden möchte die Kammer die politische Debatte noch vor und nach der Wahl 2026 prägen. Ob die Initiative Erfolg hat, hängt davon ab, ob diese Themen für die nächste Landesregierung tatsächlich Handlungsauftrag bleiben.