10 January 2026, 00:44

Freiburg schränkt Winterbaden ein – warum Fische jetzt Vorrang haben

Mehrere Fische schwimmen in klarem Wasser mit unter ihnen sichtbaren Wasserpflanzen.

Freiburg schränkt Winterbaden ein – warum Fische jetzt Vorrang haben

Eingeschränkte Winterbaden-Regeln in Freiburg schützen Fische während der Laichzeit

Die Stadt Freiburg hat klare Regeln für das Winterbaden erlassen, um die Fischbestände in der Laichsaison zu schonen. Bis Ende April dürfen Schwimmer nur noch an ausgewählten Seen und einem kurzen Abschnitt der Dreisam baden.

Die Behörden haben das Winterbaden in den meisten natürlichen Gewässern bis zum 30. April verboten. Betroffen sind Flüsse und kleinere Bäche, in denen Fische in den kalten Monaten ihre Eier ablegen. Eine Ausnahme bildet ein befestigter Abschnitt der Dreisam zwischen der Kronenbrücke und dem Café Extrablatt.

Wer trotzdem ins kalte Wasser möchte, kann auf sechs ausgewiesene Seen ausweichen: Flückigersee, Tunisee, Silbersee, Moosweiher, die Opfinger Seen und der Dietenbachsee bleiben für Winterbader geöffnet. Diese Stellen bieten sichere Alternativen, während in anderen Gebieten die Tierwelt geschützt wird. Die Beschränkungen sollen Störungen der Fischpopulationen verhindern. Durch die Zugangsbeschränkungen will die Stadt die Laichgründe bis zum Ende der Saison im Spätfrühling bewahren.

Winterschwimmer in Freiburg müssen sich nun an die freigegebenen Orte halten. Das Betretungsverbot für die meisten natürlichen Gewässer gilt bis Ende April. Wer die Regeln missachtet, riskiert, die lokalen Ökosysteme in einer kritischen Phase der Fischfortpflanzung zu stören.