Freiburg errichtet Schutzzaun um Synagoge nach jahrelangen Forderungen der jüdischen Gemeinde
H.-Dieter ReuterFreiburg errichtet Schutzzaun um Synagoge nach jahrelangen Forderungen der jüdischen Gemeinde
In Freiburg wird bald ein Schutzzaun um die Synagoge im Stadtzentrum errichtet. Die Maßnahme erfolgt nach wiederholten Forderungen der Jüdischen Gemeinde nach besserem Schutz. Nach monatelanger Planung und Abstimmung haben die Behörden das Projekt nun genehmigt.
Der Beschluss zum Bau des Zauns steht im Zusammenhang mit wachsenden Sorgen über Angriffe auf jüdisches Leben in Deutschland. Die Jüdische Gemeinde hatte bereits seit Langem strengere Sicherheitsvorkehrungen gefordert. Die Stadt hat nun zugesagt, den Großteil der Kosten in Höhe von 120.000 Euro zu übernehmen. Der Zentralrat der Juden in Deutschland steuert 27.500 Euro bei, den Rest trägt Freiburg.
Die Absperrung wird transparent gestaltet, um den offenen Charakter des Platzes zu bewahren. Ein torförmiger Eingang in Form eines Leuchters wird den Zugang markieren, während der bestehende Brunnen unverändert bleibt. Die Planung und Umsetzung übernimmt der Caritasverband Freiburg.
Bürgermeister Martin Horn betonte die Bedeutung des Schutzes jüdischen Lebens, räumte jedoch ein, dass die Notwendigkeit solcher Maßnahmen zutiefst beunruhigend sei. Nikita Nikischin, Sicherheitsbeauftragter der Jüdischen Gemeinde, begrüßte den Zaun als Möglichkeit, die Gemeinschaft zu schützen und einen würdevollen Gedenkort zu erhalten.
Die Installation des Zauns soll in den kommenden Monaten erfolgen. Das Design zielt darauf ab, Sicherheit mit dem historischen Charakter des Platzes in Einklang zu bringen. Das Projekt spiegelt die anhaltenden Bemühungen wider, den Sicherheitsrisiken widerzustehen, denen jüdische Gemeinden in der Region ausgesetzt sind.






