23 March 2026, 12:21

Freiburg eröffnet erste Wasserstofftankstelle für klimaneutrale Müllabfuhr

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Freiburg eröffnet erste Wasserstofftankstelle für klimaneutrale Müllabfuhr

In Freiburg ist eine neue Wasserstofftankstelle auf dem Gelände der ehemaligen Deponie Eichelbuck in Betrieb gegangen. Die Anlage markiert den ersten Schritt zur Schaffung einer vollständig autonomen Wasserstoffversorgung für die städtische Abfallwirtschaftsflotte. Mit Unterstützung durch Landesfördermittel und lokale Partner soll das Projekt die Emissionen der kommunalen Dienstleistungen bis 2026 deutlich reduzieren.

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Betrieben wird die Tankstelle von der badenova AG & Co. KG, der Stadt Freiburg sowie der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF). Sie versorgt die 22 wasserstoffbetriebenen Müllfahrzeuge der Stadt, die seit Anfang 2025 im Vollbetrieb sind. Zusammen mit einer bereits bestehenden Tankstelle im Stadtteil Zähringen sichert die neue Anlage die zuverlässige Wasserstoffversorgung der Flotte.

Verantwortlich für das Projekt ist die ASF Solar GmbH, ein Joint Venture der ASF und badenovaWÄRMEPLUS. Ab 2026 wird das Unternehmen auf dem Eichelbuck-Gelände einen Elektrolyseur errichten, der mit Strom aus einer eigens errichteten Solaranlage betrieben wird. Damit soll vor Ort grüner Wasserstoff produziert werden – ein entscheidender Schritt zur klimaneutralen Abfallentsorgung bis 2026.

Die Gesamtinvestitionen für die Initiative belaufen sich auf rund 8 Millionen Euro. Bisher wurden 4,25 Millionen Euro an Fördergeldern vom Land Baden-Württemberg, dem Freiburger Zukunftsfonds und der Gesellschaft für Innovationsförderung und Technologietransfer eingeworben. Behörden bewerten das Vorhaben als richtungsweisend, da viele der umgesetzten Maßnahmen in der Region erstmals realisiert werden.

Die neue Wasserstofftankstelle unterstreicht Freiburgs Bestrebungen, kommunale Dienstleistungen nachhaltiger zu gestalten. Bis 2026 soll die Müllabfuhr der Stadt vollständig klimaneutral mit Wasserstoff betrieben werden. Eine Erweiterung der Flotte über die aktuellen 22 Fahrzeuge hinaus ist derzeit nicht geplant.

Quelle