04 February 2026, 20:35

Freiburg drohen Millionenkosten durch umstrittenen Pachtvertrag im Gewerbepark Breisgau

Ein detaillierter Parkplan auf Papier, der Pfade, Bäume und andere Merkmale zeigt, mit Texten, die Informationen über die Größe, den Standort und die Einrichtungen des Parks enthalten.

Freiburg drohen Millionenkosten durch umstrittenen Pachtvertrag im Gewerbepark Breisgau

Ein Pachtvertrag zwischen Baden-Württemberg und dem Zweckverband Gewerbepark Breisgau hat Warnungen vor erheblichen finanziellen Risiken ausgelöst. Der CDU-Ortsverband Heitersheim behauptet, die Vereinbarung könnte die lokalen Steuerzahler mit unerwarteten Kosten in Höhe von Zehntausenden Euro belasten. Freiburg, das über den größten Stimmanteil verfügt, müsste im schlimmsten Fall allein bis zu 40 Millionen Euro tragen.

Im Mittelpunkt des Vertrags stehen zwei Gebäude in der Erstaufnahmeeinrichtung im Gewerbepark Breisgau mit Gesamtbaukosten von 22 Millionen Euro. Die beteiligten Kommunen – darunter Efringen-Kirchen, Müllheim, Neuenburg am Rhein und Vogtsburg am Kaiserstuhl – könnten nun mit Ausgleichszahlungen konfrontiert werden, falls der 15-jährige Pachtvertrag vorzeitig endet.

Streitpunkt ist eine Heimfallklausel, die die Mitgliedsgemeinden zwingen könnte, dem Land den Wert der Gebäude zu erstatten. Die CDU argumentiert, es seien keine Haushaltsmittel für diese Risiken vorgesehen und kein Gemeinderat habe die notwendigen Mittel bewilligt. Zudem übersteigt der jährliche Erbbauzins von etwa 231.400 Euro die Grenze, ab der die Zustimmung der Verbandsversammlung erforderlich wäre – was Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vertrags aufkommen lässt.

CDU-Fraktionschef Martin Schaber bezeichnete die Risiken als "unabsehbar" und forderte beide Seiten auf, von der Vereinbarung Abstand zu nehmen. Die Partei besteht darauf, dass ohne sofortiges Handeln die Steuerzahler die finanziellen Folgen tragen müssten. Der vollständige, ungeschwärzte Vertrag ist auf Anfrage einsehbar.

Der Konflikt zeigt, wie unvorhergesehene Millionenbelastungen mehrere Kommunen treffen könnten. Da keine finanziellen Absicherungen bestehen, zielt der CDU-Vorstoß, den Deal zu kündigen, darauf ab, weitere Risiken zu vermeiden. Die Entscheidung hängt nun davon ab, ob die Vertragspartner die Warnungen ernst nehmen und nachverhandeln – oder trotz aller Bedenken weitermachen.