01 January 2026, 04:35

Freiburg besteuert ab 2026 jeden Einwegbecher und jede Essensverpackung

Eine belebte Stadtstraßenszene mit Geschäften, Zelten, Schirmen, Fahrzeugen und Menschen im Vordergrund, mit Gebäuden im Hintergrund und Müll auf der Straße.

Freiburg führt Abgabe auf Einwegverpackungen ein - Freiburg besteuert ab 2026 jeden Einwegbecher und jede Essensverpackung

Freiburg führt ab 2026 Steuer auf Einwegverpackungen für Essen und Getränke ein

Ab Januar 2026 wird Freiburg eine neue Abgabe auf Einwegverpackungen für Lebensmittel und Getränke erheben. Damit sollen Abfallmengen in der Stadt Berlin reduziert und gleichzeitig zusätzliche Einnahmen generiert werden. Betroffen sind vor allem Betriebe, die Takeaway-Produkte anbieten – sie müssen künftig Zusatzkosten für Einwegbecher, -behälter und -besteck tragen.

Der Stadtrat beschloss die Steuer nach jahrelanger Vorbereitung. Künftig werden auf jeden Einweg-Becher, jede Essensverpackung oder Mahlzeitenumhüllung 50 Cent fällig. Selbst Einwegbesteck und -trinkhalme schlagen mit jeweils 20 Cent extra zu Buche.

Besonders betroffen sind Restaurants, Bäckereien, Metzgereien, Tankstellen und Supermärkte. Jeder Einwegartikel einer Takeaway-Mahlzeit – von der Box bis zur Gabel – wird separat besteuert. Allein im kommenden Jahr rechnet Freiburg mit Mehreinnahmen von rund 2,2 Millionen Euro. Bürgermeister Martin Horn setzt sich seit Langem für den Umstieg auf Mehrwegsysteme ein. Seine "Mehrweg-Initiative" fördert bereits jetzt, dass städtische Veranstaltungen auf Einwegprodukte verzichten. Ein Pilotprojekt mit zehn Unternehmen (an 16 Standorten) bietet bereits für einen Euro pfandbare Mehrwegbecher an; 2026 sollen weitere Betriebe folgen. Tübingen war die erste Stadt in Baden-Württemberg, die eine ähnliche Abgabe einführte. Freiburg geht nun noch einen Schritt weiter, indem es jeden einzelnen Bestandteil einer Takeaway-Mahlzeit besteuert – was die Preise spürbar erhöhen wird.

Für Kunden wird Takeaway-Essen und -Trinken damit teurer. Unternehmen müssen entscheiden, ob sie die Gebühren selbst tragen oder an die Verbraucher weitergeben. Hauptziel der Steuer ist die Abfallvermeidung; die Stadt hofft, dass die Zusatzkosten langfristig den Urlaub auf nachhaltige Mehrwegalternativen beschleunigen.