Frankfurt plant ein dauerhaftes Museum für Loriots humoristisches Erbe
Enrico HerrmannWarum Loriot jetzt ein Frankfurter ist - Frankfurt plant ein dauerhaftes Museum für Loriots humoristisches Erbe
Frankfurt bekommt bald ein Museum für Loriot – den legendären deutschen Humoristen
Die Stadt wurde wegen ihrer Verbindung zur Neuen Frankfurter Schule und ihrer Affinität zu Loriots komischem Erbe als Standort gewählt. Die Sammlung, zu der 3.000 Originalzeichnungen und Manuskripte gehören, wird vorerst im Caricatura Museum für Komische Kunst untergebracht, während ein dauerhafter Standort vorbereitet wird.
Der Nachlass Loriots ging nach dem Tod seiner Witwe und Tochter an das Caricatura Museum über. Diese Entscheidung folgte auf eine vielbeachtete Jubiläumsausstellung 2023, die sein Werk einem breiten Publikum präsentierte und auf großes Interesse stieß.
Zum Nachlass zählen nicht nur Zeichnungen wie „Die Herren im Bad“ und Manuskripte wie „Die Nudel“, sondern auch Filmrollen, Requisiten und persönliche Gegenstände. Selbst Loriots Arbeitszimmer – inklusive Schreibtisch und Schallplattensammlung – wurde ins Museum verlagert. Geplant ist ein dauerhaftes Museum im historischen Leinwandhaus neben dem Frankfurter Dom. Doch bis die Stadt einen geeigneten Zwischenstandort findet, könnten noch mehrere Jahre vergehen. Bis dahin werden ausgewählte Stücke in temporären Ausstellungen zu sehen sein. Ab 2026 soll die gesamte Sammlung dauerhaft zugänglich sein. Zuvor wird der Nachlass über mehrere Jahre hinweg katalogisiert. Die politische Gruppe DieFrankfurter setzt sich zudem für ein eigenes Museum in der Innenstadt ein – inspiriert vom Erfolg der früheren Ausstellung.
Das Loriot-Museum wird sein Werk für künftige Generationen bewahren. Nach der Fertigstellung bietet es einen dauerhaften Ort für seine Zeichnungen, Filme und persönlichen Gegenstände. Bis dahin ermöglichen wechselnde Ausstellungen der Öffentlichkeit, seinen Humor und seine Kreativität zu erleben.