Fischer Gruppe baut Chemiewerk in Horb und expandiert nach Saudi-Arabien für weiteres Wachstum
H.-Dieter ReuterFischer Gruppe trotzt Unsicherheiten und fokussiert auf Wachstum - Fischer Gruppe baut Chemiewerk in Horb und expandiert nach Saudi-Arabien für weiteres Wachstum
Die Fischer Gruppe hat Pläne zur Ausweitung ihrer Aktivitäten mit einem neuen Chemiewerk und einer wachsenden internationalen Präsenz bekannt gegeben. Das Unternehmen, das weltweit 4.800 Mitarbeiter beschäftigt, strebt für 2026 ein weiteres Umsatzwachstum an – nach einem Verkaufsvolumen von 1,05 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.
Zu den jüngsten Entwicklungen zählen eine neue Produktionsstätte in Deutschland sowie die jüngste Expansion auf dem Markt des Nahen Ostens.
Die Fischer Gruppe wird auf ihrem ehemaligen Automobilstandort in Horb ein Chemiewerk errichten. Das Gelände war 2024 verkauft worden, soll nun aber auf Produkte für Gebäudesanierung und Brandschutz spezialisiert werden. Mit diesem Schritt will das Unternehmen seine globalen Lieferketten für Baustoffe und Brandschutzmaterialien stärken.
2025 erzielte die Gruppe trotz des Verkaufs ihrer Automobilsparte einen Umsatz von 1,05 Milliarden Euro. Ihr größter Bereich, Befestigungssysteme, verzeichnete ein Wachstum von 3 Prozent – bereinigt um Währungseffekte.
Auch im Nahen Osten hat die Expansion Fortschritte gemacht: Das Unternehmen eröffnete dort seine 51. internationale Tochtergesellschaft. Mit Sitz in Riad umfasst der neue Standort eine Produktionsstätte in Dammam sowie Niederlassungen in drei weiteren saudischen Städten. Damit ist Fischer gut positioniert, um große Bauprojekte in der Region zu beliefern.
Aktuell exportiert die Gruppe in rund 120 Länder und baut ihre globale Präsenz weiter aus.
Das neue Chemiewerk in Horb und die Tochtergesellschaft in Saudi-Arabien markieren wichtige Meilensteine in der Wachstumsstrategie der Fischer Gruppe. Mit dem Fokus auf Bau- und Brandschutzprodukte rechnet das Unternehmen für 2026 mit weiteren Umsatzsteigerungen. Die Expansion folgt auf eine starke finanzielle Performance im Jahr 2025 – trotz des Verkaufs des Automobilgeschäfts.