Festung Königstein verliert 2024 Besucher – doch diese Highlights locken 2025
Enrico HerrmannBurg Koenigstein lockt mit Kanonenfeuer und Märchenfesten - Festung Königstein verliert 2024 Besucher – doch diese Highlights locken 2025
Festung Königstein, ein historisches Wahrzeichen in der Sächsischen Schweiz, verzeichnete 2024 weniger Besucher. Die Gesamtzahl sank um 5,8 % auf 426.547 im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieses Rückgangs lockte der Weihnachtsmarkt auf dem Gelände mehr Menschen an als je zuvor.
Die Festung ist seit langem ein kultureller Mittelpunkt und dient seit 1955 als Freilichtmuseum sowie Drehort. Auf dem 9,5 Hektar großen Areal stehen über 50 Gebäude, die eine bewegte Geschichte von mittelalterlichen Burgen über Klöster bis hin zu Gefängnissen widerspiegeln.
Mehrere Faktoren trugen zum Besucherrückgang bei: Heftige Regenfälle im Juli, die Sperrung der Brücke in Bad Schandau sowie anhaltende Bauarbeiten an der B 172 spielten eine Rolle. Dennoch stieg das internationale Interesse – der Anteil ausländischer Gäste kletterte von 33 % auf 37 %.
Die Festung bleibt ein gefragter Drehort. In den vergangenen fünf Jahren waren hier Produktionen wie die TV-Serie Die Bergretterin, der Film Im Westen nichts Neues sowie die Dokumentation Festung Königstein – Das Tor zur Freiheit zu Gast. Die Sanierungsarbeiten schreiten voran: Seit 1991 hat der Freistaat Sachsen 80 Millionen Euro investiert, weitere 7 Millionen sind bis Ende 2027 geplant.
Neue Attraktionen stehen bevor. 2025 öffnet die restaurierte Wohnung des ehemaligen Bader-Chirurgen als Museumsausstellung. Zudem finden Veranstaltungen wie das Königsteiner Frühlingserwachen (21. März – 19. April), Militärisches Leben (18. April) und das Märchenfest (27. Juli) statt. Das Programm wird abgerundet durch die Familienspiele Festung (9.–10. Mai), den Kanonendonner (29. August) und ein Kinderfest (20. September).
Die Festung Königstein bleibt ein zentraler historischer und kultureller Anziehungspunkt. Zwar gingen die Besucherzahlen 2024 zurück, doch sollen laufende Investitionen und neue Ausstellungen die Attraktivität künftig steigern. Die Mischung aus Geschichte, Filmproduktionen und Veranstaltungen zieht weiterhin sowohl Einheimische als auch internationale Gäste an.