FDP und CSU wollen mit Mini-AKWs die Energiewende in Süddeutschland vorantreiben
H.-Dieter ReuterFDP will Mini-Kernkraftwerke in den Süden mit Bayern bringen - FDP und CSU wollen mit Mini-AKWs die Energiewende in Süddeutschland vorantreiben
Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Baden-Württemberg setzt sich für eine Rückkehr zur Kernenergie ein. Im Fokus stehen dabei Reaktoren der nächsten Generation – sogenannte Small Modular Reactors (SMR) –, die die Liberalen bis in die 2030er-Jahre in Süddeutschland einführen wollen. Die Partei argumentiert, dass bezahlbare Energie, einschließlich der Kernenergie, entscheidend sei, um die wirtschaftliche Stärke der Region zu erhalten.
Auch die Christlich-Soziale Union (CSU) in Bayern vertritt eine ähnliche Position. Beide Parteien sind überzeugt, dass SMRs helfen könnten, den steigenden Energiebedarf von Technologien wie künstlicher Intelligenz zu decken – und das zu niedrigen Kosten.
Die FDP sieht in der Kernenergie einen zentralen Baustein der deutschen Energiezukunft. Sollte die Partei in eine neue Landesregierung einziehen, will sie sich für eine klare Verankerung der Atomkraft in der Energiepolitik einsetzen. Ihr Konzept umfasst den Einsatz von SMRs, die ihrer Ansicht nach günstigen und zuverlässigen Strom liefern könnten.
Als Vorbild dienen Länder wie die USA, Kanada, Großbritannien, Norwegen und die Niederlande, die bereits in die Technologie investieren, um ihre Energieversorgung zu sichern. Zudem fordert die FDP den Ausbau von Erdgasimporten aus Argentinien und eine verstärkte Forschung zur Kernfusion. Auch die bayerische CSU, die aktuell regiert, wirbt für eine Renaissance der Atomkraft – als Mittel, um die Energiepreise langfristig zu senken.
Sowohl FDP als auch CSU sind sich einig, dass SMRs eine Schlüsselrolle bei der Versorgung energieintensiver Industrien spielen könnten, insbesondere in Bereichen, die mit KI verknüpft sind. Zwar wollen die beiden Parteien bei der Einführung der Reaktoren in Süddeutschland zusammenarbeiten, konkrete Standorte wurden jedoch noch nicht benannt. Bisher hat keine Organisation Schritte eingeleitet, um mögliche Bauplätze in der Region ausfindig zu machen.
Die FDP und die CSU bündeln ihre Kräfte, um SMRs als Lösung für bezahlbare Energie zu bewerben. Zu ihren Plänen gehören Lobbyarbeit für politische Weichenstellungen sowie die Suche nach internationalen Partnerschaften. Konkrete Schritte zur Standortauswahl oder Projektgenehmigung stehen allerdings noch aus.