FDP setzt 2026 auf CDU-Koalition – oder droht der Landtagsausschluss?
Paula GumprichRülke schließt Regierung mit Grünen und SPD aus - FDP setzt 2026 auf CDU-Koalition – oder droht der Landtagsausschluss?
FDP Baden-Württemberg setzt auf Koalition mit der CDU nach der Landtagswahl 2026
Nach der Landtagswahl im März 2026 strebt die FDP Baden-Württemberg eine Koalition mit der CDU an. Die aktuell nur noch bei fünf Prozent in den Umfragen liegende Partei riskiert erstmals den Verlust ihrer parlamentarischen Vertretung in ihrem traditionellen Stammland. Parteichef Hans-Ulrich Rülke bezeichnete die anstehende Wahl als die „Mutter aller Wahlen“ für die Liberalen.
2021 hatte die FDP noch eine Ampelkoalition mit Grünen und SPD ausgelotet. Doch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) entschied sich damals für die Fortsetzung der Regierung mit der CDU. Nun hat die FDP eine Rückkehr zu dieser Option ausdrücklich ausgeschlossen.
Mitten in der aktuellen Legislaturperiode hatte die FDP die Grünen sogar aufgefordert, ihre Partnerschaft mit der CDU aufzugeben. Diesmal jedoch betont Rülke, die Partei wolle eine „Rechtsverschiebung im christdemokratischen Lager“ und eine klare Regierungszusammenarbeit mit der CDU. Gleichzeitig kritisierte er Kretschmanns Bilanz und verwies auf Defizite in Bildung und Bürokratie unter grün geführten Regierungen. Sollten CDU und FDP gemeinsam regieren, stünde der CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel voraussichtlich als nächster Ministerpräsident des Landes bereit. Aktuelle Umfragen sehen ihn vorn – ein Zeichen für die dominierende Rolle der Union als konservative Kraft.
Mit dieser Entscheidung verengt die FDP ihre Koalitionsoptionen auf ein einziges Bündnis: die Partnerschaft mit der CDU. Scheitert die Partei an der Fünf-Prozent-Hürde, würde sie erstmals nicht mehr im Landtag vertreten sein. Das Wahlergebnis wird zeigen, ob Baden-Württemberg weiter nach rechts rückt oder sein aktuelles politisches Gleichgewicht bewahrt.