12 February 2026, 12:39

FDP scheitert vor Gericht: Keine Teilnahme an SWR-Live-Debatte vor Landtagswahl

Eine Gruppe von Menschen steht um eine Wahlurne in einer Wahllokal, einige halten Papiere, mit einem blauen Vorhang und weißem Objekt auf der rechten Seite, Stühle, Tische, Papiere an der Wand und Deckenlampen im Hintergrund.

FDP hat keinen Anspruch an Teilnahme an TV-Diskussion vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg - FDP scheitert vor Gericht: Keine Teilnahme an SWR-Live-Debatte vor Landtagswahl

Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Baden-Württemberg hat ihren juristischen Kampf um die Teilnahme an einer wichtigen Fernsehdebatte vor der Landtagswahl verloren. Das Stuttgarter Verwaltungsgericht wies die Klage der Partei ab und bestätigte damit, dass nur CDU, Grüne und AfD an der Diskussion teilnehmen werden. Die Live-Debatte, organisiert vom regionalen Sender SWR, soll am 24. Februar im Regionalfernsehen ausgestrahlt werden.

Das Stuttgarter Verwaltungsgericht lehnte sämtliche Anträge des FDP-Landesverbands ab und begründete dies mit der Fairness der Auswahlkriterien des Senders. Der SWR hatte seine Entscheidung auf aktuelle Umfragewerte und jüngste Wahlergebnisse gestützt – und nicht allein auf vergangene Leistungen.

Das Gericht verwies dabei auf den deutlichen Rückgang der FDP-Unterstützung in den vergangenen drei Jahren. Bei der Bundestagswahl 2025 war die Partei mit unter fünf Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert – ein Rückgang von 11,5 Prozent im Jahr 2021. Aktuelle Umfragen für 2026 sehen die FDP bei nur noch drei bis vier Prozent, weit hinter CDU, Grünen und AfD. Zwar hatte die FDP bei der letzten Landtagswahl noch 10,5 Prozent erreicht, doch die Richter urteilten, dass sich dieser Wert nicht mit der heutigen politischen Realität decke.

Bei jüngsten Landes- und Bundestagswahlen schnitt die FDP schwach ab, mit Ergebnissen zwischen 0,8 und 5,2 Prozent. CDU, Grüne und AfD hingegen haben realistische Chancen, bei der anstehenden Wahl jeweils über 20 Prozent zu erreichen. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass der Ansatz des SWR dem Prinzip der abgestuften Chancengleichheit entspreche und sicherstelle, dass nur Parteien mit aktuell bedeutendem Rückhalt teilnehmen.

Die Debatte wird nun mit nur drei Parteien stattfinden: CDU, Grünen und AfD. Der Ausschluss der FDP folgt ihrer geschwächten Position in Umfragen und Wahlen, wie das Gericht in seinem Urteil bestätigte. Die Entscheidung des SWR bleibt unverändert, die Ausstrahlung findet wie geplant statt.