19 February 2026, 22:46

FDP-Satire macht Kemptener Oberbürgermeisterwahl zur Lachnummer – doch wer kann Baier-Müller ersetzen?

Eine Karikatur eines Mannes in einem Kilt und einer Frau in einem Kleid, die vor einer Menge stehen; im Hintergrund ein Gebäude und Wolken; unten steht der Text "Niedrige Komiker amüsieren die weisen Männer des Ostens".

FDP-Satire macht Kemptener Oberbürgermeisterwahl zur Lachnummer – doch wer kann Baier-Müller ersetzen?

Eine satirische Kabarettnummer der Freien Demokratischen Partei (FDP) hat die Oberbürgermeisterwahl in Kempten auf die Schippe genommen. Die Aufführung karikierte die Mitbewerber, während sie der amtierenden Oberbürgermeisterin Indra Baier-Müller für eine dritte Amtszeit den Rücken stärkte. Das Publikum lachte und applaudierte, als die Truppe lokale Politiker mit spitzer Zunge durch den Kakao zog.

Die Veranstaltung verband humorvolle Unterhaltung mit beißendem Spott und hinterließ bei den Wählern die Frage, wer die aktuelle Amtsinhaberin am besten ersetzen könnte.

Der Sketch begann mit dem Arzt und Komiker Spitzer, der als Hausarzt auftrat und sich weigerte, Patienten mit Durchfall in seiner Praxis zu behandeln – eine trocken vorgetragene Szene, die den Ton für den Abend setzte. Später scherzte er über das Umgehen von Parkgebühren in Kempten und zog sein Hosenbein hoch, um schwarz-gelbe Socken zu präsentieren – ein Augenzwinkern zu den FDP-Farben –, was ihm begeisterten Applaus einbrachte.

Mehrere Oberbürgermeisterkandidaten wurden in überzeichneter Form dargestellt. Dominik Tartler wurde als "zu jung, ein Grünschnabel, der noch nicht genug Winter erlebt hat", abgetan, um die Stadt zu führen. Franz-Josef Natterer-Babych wurde als eitel und selbstverliebt gezeigt, der sich ständig im Spiegel bewundert. Katharina Schrader verwandelte sich in ein zerstreutes "Frau Holle", das über Kempten chaotisch Papierherzen verteilte.

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Eine Figur namens "DonQuiSchoche" symbolisierte den Widerstand gegen die Vorherrschaft der CSU, während "Hexe Mechthilde" rätselhafte Warnungen über die Vergänglichkeit politischer Mandate aussprach. Außerdem traten "Rechenmeister" Eigstler und "Hai" Wilhelm auf – doch ob sie als Nachfolger für Baier-Müller, die als "Hausdrache" bezeichnet wurde, infrage kommen, blieb offen.

Durchgehend machte die FDP deutlich, dass sie hinter der Amtsinhaberin steht, und stellte die anderen Bewerber als unvorbereitet oder schlicht absurd dar. Die Darstellung verzichtete auf tiefgehende politische Analysen, setzte stattdessen auf plakative Überzeichnungen, um das Publikum zu unterhalten.

Mit ihrer satirischen Nummer bot die FDP eine heitere, aber gezielte Abrechnung mit dem Kemptener Oberbürgermeisterrennen. Durch die Mischung aus Spott und offener Unterstützung für Baier-Müller unterstrich die Partei ihre Position vor der Wahl. Die Wähler stehen nun vor einer Entscheidung, die auch von der Satire geprägt ist – und der unbeantworteten Frage, wer das Amt der Oberbürgermeisterin wirklich ausfüllen könnte.