15 February 2026, 18:37

FDP in Baden-Württemberg: Neue Konzepte für Steuern, Bildung und Wohnungsbau vor der Wahl

Ein detaillierter alter Stadtplan von Baden-Württemberg, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit einem Gebäude in der rechten unteren Ecke und Text, der Stadtinformationen bereitstellt.

FDP in Baden-Württemberg: Neue Konzepte für Steuern, Bildung und Wohnungsbau vor der Wahl

Die Freie Demokratische Partei (FDP) ist in Baden-Württemberg tief verwurzelt, wo sie 1948 gegründet wurde. Einst eine prägende Kraft in der Landespolitik, muss die Partei seit den 1970er-Jahren mit sinkender Wählergunst kämpfen, bleibt aber eine konstante Größe im Stuttgarter Landtag. Nun wirbt sie vor den anstehenden Wahlen mit neuen Konzepten in Steuer-, Bildungs- und Wohnungsbaupolitik.

Die Geschichte der FDP in Baden-Württemberg reicht bis zu ihrer Gründung 1948 zurück. 1952 schrieb sie Geschichte, als mit Reinhold Maier der erste Ministerpräsident des Landes aus ihren Reihen kam. Jahrzehntelang erzielte die Partei zweistellige Wahlergebnisse und festigte ihren Ruf als liberale Bastion der Region. Seit den frühen 1970er-Jahren liegt ihr Stimmenanteil jedoch meist im einstelligen Bereich – doch den Einzug in den Landtag verpasste sie nie.

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Heute tritt die FDP-Fraktion unter dem Namen FDP/DVP auf, was ihr Bündnis mit der Demokratischen Volkspartei widerspiegelt. Ihre aktuellen politischen Vorstöße zielen auf mehrere Bereiche ab: In der Steuerpolitik fordert die Partei, die Grundsteuer künftig nach der Flächengröße statt nach dem Gebäudewert zu berechnen. Zudem will sie die Grunderwerbsteuer senken und die Pflicht zur Solaranlagen-Installation bei Neubauten abschaffen – Maßnahmen, die laut FDP den Wohneigentumserwerb erleichtern sollen.

Im Bildungsbereich setzt sich die FDP für ein mehrgliedriges Schulsystem mit verbindlichen Grundschulempfehlungen ein. Gleichzeitig lehnt sie die Schließung von Werkrealschulen ab, die als berufsorientierte Schulform für die Sekundarstufe I dienen. In der Arbeitspolitik fordert die Partei die Abschaffung des Bildungszeitgesetzes sowie des Tariftreue- und Mindestlohngesetzes des Landes, da diese Regelungen kleine Unternehmen übermäßig belasten würden.

Um Bürokratie abzubauen, schlägt die FDP die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen vor und will jeden fünften Verwaltungsposten streichen. Ziel ist es, die Behörden effizienter zu gestalten und die Kosten für die Steuerzahler zu senken.

Die jüngsten Forderungen der FDP spiegeln ihre traditionell liberale Ausrichtung wider und zielen darauf ab, aktuelle Herausforderungen in den Bereichen Wohnen, Bildung und Wirtschaftsregulierung zu bewältigen. Trotz nachlassender Wahlerfolge im Vergleich zu ihrer Blütezeit in der Mitte des 20. Jahrhunderts prägt die Partei nach wie vor die politischen Debatten in Baden-Württemberg.