FDP-Chef Dürr fordert Verdopplung der **Grundschul**-Investitionen auf 1,5 **Prozent** des BIP
Harry GirschnerFDP-Vorsitzender Dürr fordert Verdopplung der Grundschulförderung - FDP-Chef Dürr fordert Verdopplung der **Grundschul**-Investitionen auf 1,5 **Prozent** des BIP
Christian Dürr, Vorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP), schlägt vor, die Ausgaben Deutschlands für Grundschulen zu verdoppeln. Seiner Ansicht nach würde eine Erhöhung der Investitionen auf 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) "die bestmögliche Bildung zu Beginn des Lebens" für junge Schülerinnen und Schüler sichern. Derzeit gibt Deutschland nur 0,75 Prozent seines BIP für die Grundschulbildung aus.
Dürrs Plan würde die Finanzierung der deutschen Grundschulen an das Niveau Dänemarks angleichen, das bereits 1,5 Prozent seines BIP in diesen Bereich investiert. Dennoch bliebe Deutschland hinter Norwegen zurück, wo die Grundschulbildung über 2,0 Prozent des BIP erhält.
Laut Dürr ließe sich die zusätzliche Finanzierung durch die Umwidmung eines kleinen Teils der zweckgebundenen Rücklagen der Bundesregierung decken. Sein Berechnungen zufolge würde bereits ein Zwanzigstel dieser Mittel ausreichen, um das Ziel zu erreichen. Der Vorschlag ist Teil weitergehender Forderungen nach einer Verbesserung der frühkindlichen Bildung. Dürr betont, dass höhere Investitionen jetzt die Entwicklung von Kindern in ihren prägendsten Jahren fördern würden.
Falls der Plan genehmigt wird, stiege Deutschlands Ausgaben für Grundschulen von 0,75 auf 1,5 Prozent des BIP – und läge damit auf dem aktuellen Niveau Dänemarks, aber weiterhin unter dem Norwegens. Der FDP-Chef besteht darauf, dass die Reform sowohl finanzierbar als auch notwendig sei, um die langfristige Bildungsqualität zu sichern.