Erzählcafé in Villingen-Schwenningen: Letzte Erinnerungen an NS-Zwangsarbeit bewahren
Paula GumprichErzählcafé in Villingen-Schwenningen: Letzte Erinnerungen an NS-Zwangsarbeit bewahren
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Ein Erzählcafé lädt Bewohnerinnen und Bewohner von Villingen-Schwenningen ein, sich über Erinnerungen an Zwangsarbeit während der NS-Zeit auszutauschen. Die Veranstaltung am 31. Januar 2026 ist Teil eines umfassenderen Projekts, das die Geschichte der Stadt zur Zeit des Nationalsozialismus aufarbeitet. Organisatorinnen und Organisatoren rufen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, deren Angehörige sowie jüngere Generationen zur Teilnahme auf.
Das Erzählcafé findet von 14 bis 17 Uhr im Carl-Haag-Saal der Stadtbibliothek Villingen-Schwenningen statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht zwingend erforderlich – Interessierte können sich jedoch per E-Mail bei Lisa Schank anmelden. Die Veranstaltung ist eingebettet in das Projekt „Heimatgeschichte International – auf den Spuren von NS-Zwangsarbeit in Villingen-Schwenningen“, das die lokale Zwangsarbeit unter dem NS-Regime dokumentiert.
Die Initiative ist eine von zwölf in ganz Deutschland, die im Rahmen des Förderprogramms „YOUTH Remembers Locally“ unterstützt werden. Vor Ort arbeiten Schülerinnen und Schüler an der historischen Aufarbeitung mit; die Ergebnisse münden in eine Ausstellung und eine Online-Plattform, die im Juli 2026 im Uhr- und Industriemuseum eröffnet werden sollen. Das Café selbst gehört zum Projekt „Lokalgeschichte, globale Verbindungen“, das persönliche Schicksale aus der NS-Zeit mit dem größeren historischen Kontext verknüpfen will. Durch den generationenübergreifenden Austausch hoffen die Veranstalter, Zeitzeugenberichte zu bewahren und zu diskutieren, bevor sie in Vergessenheit geraten.
Die Januar-Veranstaltung markiert einen wichtigen Schritt bei der Dokumentation von Villingen-Schwenningens Vergangenheit unter Zwangsarbeit. Die Forschungsergebnisse des Projekts werden später in einer öffentlichen Ausstellung und einem digitalen Archiv zugänglich gemacht. Das Café bietet den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich direkt an dieser historischen Aufarbeitung zu beteiligen.