Erste Landesversammlung der Gemeinschaftswälder
Baden-Württemberg setzt sich für eine stärkere freiwillige Zusammenarbeit in der Forstwirtschaft ein, um kleine Privatwaldbesitzer zu unterstützen. Das Land hat in vier Landkreisen Pilotprojekte gestartet, um neue Wege der Hilfe für diese Grundeigentümer zu erproben. Behörden gehen davon aus, dass eine gemeinsame Bewirtschaftung die Klimaresilienz verbessern und die Kreislaufwirtschaft fördern könnte.
Die Initiative „Dialog zu neuen Fördermöglichkeiten für Waldbesitzer“ (DIANA) führt derzeit in ausgewählten Gebieten konkrete Versuche durch. Engagierte Privatwaldbesitzer und lokale Forstbehörden beteiligen sich daran, wie Forstminister Peter Hauk bestätigte. Ziel der Pilotprojekte ist es, die Unterstützungsangebote für die rund 150.000 Hektar kleinen Privatwälder in der Region zu optimieren.
Gemeinschaftswälder haben in Baden-Württemberg eine lange Tradition – bereits etwa 80 Organisationen bewirtschaften gemeinsam Flächen. Beim ersten landesweiten Treffen der Gemeinschaftswälder sollen sich bestehende und neue Gruppen vernetzen, um moderne Bewirtschaftungsmethoden auszutauschen. Eine sorgfältige Bewirtschaftung nach diesen Modellen hilft den Wäldern, sich durch den Umbau in widerstandsfähige Mischwälder an den Klimawandel anzupassen. Die Behörden sehen kollektive Ansätze als zentrales Instrument, um das Potenzial kleiner Waldbesitzer zu erschließen. Durch den Zusammenschluss von Ressourcen können diese Eigentümer effektiver zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Holzproduktion beitragen.
Das DIANA-Projekt und das anstehende landesweite Treffen markieren einen Wandel hin zu einer kooperativer ausgerichteten Forstwirtschaft. Kleine Privatwaldbesitzer erhalten nun maßgeschneiderte Unterstützung und erprobte Gemeinschaftsmodelle. Diese Schritte zielen darauf ab, langfristig sowohl die Wälder als auch die regionale Wirtschaft zu stärken.